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In diesem Mietshaus in Schweinfurt hatte die Polizei Sprengstoff gefunden. Die Spuren werden noch ausgewertet. 

Täter in U-Haft

Nach Sprengstoff-Fund in Mietshaus: Auswertung der Spuren läuft 

Nach einer Polizei-Durchsuchung am vergangenen Montag wurden literweise Chemikalien und Sprengstoff sichergestellt. Die Spuren-Auswertung läuft noch.

Update vom 05.04.2018:

Schweinfurt - Nach dem Sprengstoff-Fund in einem Mietshaus in Schweinfurt sind weiterhin noch viele Fragen offen. Ein 35 Jahre alter Mann hatte in der Wohnung Sprengstoff und Chemikalien gebunkert. „Die Kollegen werten noch die Spuren und Vernehmungen aus. Die Stoffe werden noch im Labor untersucht. Wir warten täglich darauf, dass etwas Neues kommt“, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamtes am Donnerstag in München.

Damit ist weiterhin unklar, warum der Deutsche die hochexplosiven Stoffe besaß, ob ein extremistischer Hintergrund vorliegt oder er ein anderes Verbrechen plante. Der 35-Jährige sitzt seit mehr als einer Woche in Untersuchungshaft.

Was ist vorgefallen?

Ein Gerichtsvollzieher hatte am 26. März die Polizei verständigt, weil er bei einer Zwangsräumung etliche Chemikalien entdeckt hatte. Die Polizei stellte daraufhin in der Wohnung und im Keller mehr als 30 Liter verschiedener Chemikalien und etwa ein Kilogramm selbst hergestellten Sprengstoff sicher.

Ersten Untersuchungen zufolge hatte es sich dabei unter anderem um den Stoff TATP gehandelt. TATP gilt als sehr instabil und hochexplosiv. TATP war etwa bei den Pariser Terroranschlägen vom November 2015 von islamistischen Gewalttätern verwendet worden.

Stand vom 28.03.2018:

Update 13.22 Uhr

Nachdem sich die Waffenfunde als legal herausstellten, ist eine weitere Frage offen: Warum hat ein 35 Jahre alter Mann gefährlichen Sprengstoff gebunkert? Der Mann habe zugegeben, dass die gefundenen Chemikalien und der Sprengstoff ihm gehört habe, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft München am Mittwoch. 

Die dort angesiedelte Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus hat die Ermittlungen übernommen. Ob ein extremistischer Hintergrund vorliegt oder ob der Deutsche ein anderes Verbrechen plante, war weiterhin unklar. „Es ist noch alles offen“, sagte der Sprecher. Man könne noch nicht sagen, in welche Richtung sich der Fall entwickle. 

Update 10.50 Uhr

Wie die Polizei mittlerweile mitteilte, gebe die Funde von Chemikalien am Montag und Waffen am Dienstag keinen Zusammenhang. Ein Polizeisprecher sagt, die beteiligten Personen hätten nichts miteinander zu tun.

Erstmeldung

Schweinfurt - Nach Angaben der Ermittler vom Mittwochmorgen wurde ein 31-jähriger Bewohner in Gewahrsam genommen. Er kam noch vor dem Zugriff der Spezialeinheit aus dem Gebäude und ließ sich festnehmen. In der Unterkunft hatte die Polizei am Montag hochexplosiven Sprengstoff und literweise Chemikalien gefunden; am Dienstag wurde daher Haftbefehl gegen einen 35-jährigen Tatverdächtigen erlassen.

Der Hausmeister der Wohnanlage entdeckte am Dienstag in einer Wohnung verschiedene Waffen. Weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass es sich um scharfe Waffen handelte, wurden die Spezialeinsatzkräfte hinzugezogen. Zunächst hatte die „Main-Post“ (online) über den Einsatz berichtet.

Wie die Polizei weiter mitteilte, handelte es sich bei den gefundenen Waffen um legale Schreckschuss- und Softairwaffen.

dpa

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