Prozessauftakt

Prostituierte misshandelt - Angeklagter schweigt

Schweinfurt - Ein Mann aus Unterfranken soll in Tschechien mehrere Prostituierte vergewaltigt haben. Jetzt muss er sich wegen versuchten Mordes vor Gericht verantworten. Aber der 42-Jährige schweigt.

Weil er in Tschechien mehrere Prostituierte vergewaltigt, bedroht und bestohlen haben soll, muss sich ein Unterfranke seit Donnerstag vor Gericht verantworten. Am ersten Prozesstag schwieg der 42-Jährige. „Mein Mandant macht zur Sache derzeit keine Angaben“, sagte sein Anwalt vor dem Landgericht Schweinfurt.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann aus dem Landkreis Rhön-Grabfeld versuchten Mord und Vergewaltigung vor. Er soll zwischen Mai 2012 und August 2013 regelmäßig nach Tschechien gefahren sein und dort Straßenstrichorte besucht haben. Jedes Mal sei er mit den Frauen in abgelegene Gegenden gefahren, habe nicht bezahlen und kein Kondom benutzen wollen. Nachdem sich die Prostituierten deshalb weigerten, soll er sie brutal zum Sex gezwungen haben.

Laut Anklage würgte der Angeklagte eine Frau mit den Henkeln ihrer Handtasche so lange, bis sie bewusstlos wurde. Nur dank eines aufmerksamen Autofahrers ließ der Tatverdächtige von seinem Opfer ab.

Ende August 2013 wurde der Mann nach einer wilden Verfolgungsjagd mit der tschechischen Polizei kurz nach der Grenze in Deutschland gefasst. Für den Prozess sind noch zehn weitere Verhandlungstage angesetzt. Es sollen Sachverständige und die Prostituierten aussagen. Der Prozess wird am 16. April fortgesetzt.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

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