Schweinfurt und Würzburg verbieten Rechten-Demos

Würzburg/Schweinfurt - Die Städte Schweinfurt und Würzburg haben geplante Aufmärsche von Rechtsextremen am 1. Mai verboten.

Zu groß sei die Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung, hieß es am Montag zur Begründung. Millitante Gegner wie Linksautonome könnten darüber hinaus die Lage verschärfen, sollten sie sich zu Gegendemonstrationen versammeln.

Zudem soll es an dem Feiertag zahlreiche andere Veranstaltungen in den Städten geben, unter anderem zur Integration von Migranten. Da sei für rechtsextreme Kundgebungen kein Platz, hieß es. Die Städte führen auch die Symbolkraft des 1. Mai als Tag der Arbeit an und verwiesen auf die Unterdrückung der Gewerkschaften durch Hitler.

Die Veranstalter der rechtsextremen Demonstrationen können nun vor dem Würzburger Verwaltungsgericht gegen die Verbote klagen.

Am 1. Mai kommt es regelmäßig vor allem in Berlin und Hamburg zu gewalttätigen Ausschreitungen - oft zwischen Polizei und Linksautonomen. In diesem Jahr wollen Rechtsextreme in mehreren Städten aufziehen, darunter Rostock, Berlin, Erfurt und Zwickau.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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