Mord nach Saufgelage?  Angeklagter streitet ab

Schweinfurt - Zuerst tranken sie gemeinsam. Dann soll der eine Mann den Anderen ermordet haben. Nun sitzt der angebliche Täter auf der Anklagebank. Er hat eine andere Erklärung für den Tod des Freundes.

Ein 58 Jahre alter Mann aus Schweinfurt, der einen Bekannten nach einem Trinkgelage erstochen haben soll, hat am Freitag vor dem Landgericht Schweinfurt die Tat abgestritten. Am ersten Prozesstag wies der Mann jede Schuld am Tod des 51 Jahre alten Opfers von sich.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, nach einem Trinkgelage im Dezember 2010 den Schlafenden mit einem etwa 30 Zentimeter langen Messer in den Oberschenkel gestochen zu haben. Dabei habe er die Schlagader des Mannes getroffen, dieser sei deshalb wenig später verblutet. Der mutmaßliche Täter sei wütend darüber gewesen, dass der 51-Jährige nicht weiter mittrinken wollte.

Der Angeklagte hingegen beteuerte, er habe den Mann morgens tot im Bett gefunden. Er gehe von einem Selbstmord aus Verbitterung über die Trennung von seiner Frau aus. In dem Indizienprozess sind zunächst fünf weitere Verhandlungstage angesetzt. Er soll am 2. April fortgesetzt werden.

lby

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