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Überschwemmte Straßen in Fürstenfeldbruck.

Schwere Unwetter in Bayern

München - Schwere Regenfälle, Sturmböen und Gewitter haben Feuerwehr und Polizei am Wochenende in Bayern in Atem gehalten und hohen Schaden angerichtet.

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Dietramszell: Wallfahrt bei Dauerregen

Fürstenfeldbruck: Überflutete Keller und Straßen

Seltene Wolke über Bayerns Himmel

Dramatische Evakuierung vom Sonnenrot Festival 

Regen und Gewitter: Veranstaltungen abgebrochen

Einige Veranstaltungen unter freiem Himmel in der Nacht zum Samstag mussten abgebrochen werden. Davon betroffen war unter anderem ein Konzert der Fantastischen Vier in Ingolstadt. Wie die Polizei dort mitteilte, musste auch das Sonnenrot Festival in Eching (Landkreis Freising) unterbrochen werden. 4000 Besucher des zweitägigen Indie-Festivals seien in einer Turnhalle untergebracht worden. Heftig traf es das Zeltlager der Jugend der Diözese Augsburg im Kloster St. Ottilien (Kreis Fürstenfeldbruck): Weil der Himmel alle Schleusen geöffnet hatte, brachte die Geltendorfer Feuerwehr die 900 völlig durchnässten jungen Leute in der Turnhalle und im Gymnasium unter und versorgte sie mit trockenen Sachen.

Bilder vom Unwetter in Fürstenfeldbruck

Fürstenfeldbruck: Überflutete Straßen

Das Regenwetter sorgte am Samstag für eine vergleichsweise geringe Teilnehmerzahl beim Leonhardiritt in Dietramszell (Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen). Die Veranstalter waren enttäuscht darüber. Auch die Premiere der diesjährigen Thurn-und-Taxis-Schlossfestspiele in Regensburg fiel buchstäblich ins Wasser.

Bilder vom Sonnenrot Festival

Sonnenrot Eching: Festival-Gäste evakuiert

In Augsburg zählte die Polizei mehrere Dutzend Einsätze. Die Niederschlagsmenge, die von Freitag bis Samstag fiel, ist laut Wetterdienst meteomedia vor allem für den Monat Juli außergewöhnlich hoch: In Bayern fielen in 24 Stunden 40 bis 60 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Das sei fast so viel wie in manchen Städten Bayerns im ganzen Juli falle. 

Das aktuelle Wetter

Bis zum Sonntagmorgen hatte sich das Wetter aber wieder beruhigt: Beim traditionellen Kocherlball im Englischen Garten in München blieb es trocken. Schon im Morgengrauen kamen die ersten Besucher in Tanzlaune und Tracht zum Chinesischen Turm. Insgesamt sahen sich nach Angaben der Veranstalter rund 10 000 Besucher den Kocherlball an, der auf eine alte Münchner Tradition zurück geht.

Im vergangenen Jahrhundert versammelten sich an schönen Sommersonntagen die Dienstboten - die "Kocherl" - zum Tanz. Sie kamen in aller Frühe, weil sie danach bei ihren Herrschaften Dienst tun mussten. Zu ihnen gesellten sich Nachtschwärmer aus der Mittelschicht und Soldaten. Wegen des Sittenverfalls und der Folgen neun Monate später verbot die Obrigkeit die Bälle Anfang des 20. Jahrhunderts. Zum 200. Geburtstag des Englischen Gartens belebte die Stadt den Brauch 1989 wieder.

Bilder: Seltene Wolke rollt über Bayern

Seltene Wolke rollt über Bayern

Erheblich getrübt wurde wegen des regnerischen Wetters in diesem Jahr auch das Spirit-Asia-Festival in Nürnberg. Statt der 70 000 Menschen vom Vorjahr sei am Wochenende nur rund die Hälfte der Besucher gezählt worden, berichtete eine Sprecherin des Asien-Festivals. Vor allem am verregneten Samstag habe nur ein Bruchteil der Vorjahresbesucher den Weg in die Nürnberger Südstadt gefunden. Bis auf ein umgerissenes Zelt seien aber keine Unwetterschäden zu beklagen, betonte eine Sprecherin. Das Asien-Festival war 2004 gegründet worden, um das strukturschwache Arbeiter- und Ausländerviertel zu beleben.

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