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In der Nacht zum Samstag gab es in Bayern schwere Unwetter.

Hagelkörner so groß wie Tennisbälle

München - In ganz Bayern haben schwere Unwetter in der Nacht zum Samstag Schäden angerichtet und zahlreiche Feuerwehr und Polizeieinsätze gefordert. Welche Gemeinden betroffen waren.

Überflutete Keller und Unterführungen, umgestürzte Bäume und zahlreiche Stromausfälle hielten Polizei und Feuerwehr in ganz Bayern auf Trab. Verletzt wurde laut Polizeiangaben aber niemand. Durch Blitzeinschlag entstandene Brände richteten Schäden von mehreren hunderttausend Euro an. Besonders stark betroffen vom Unwetter war das bayerische Oberland. Hier entwickelten sich laut Gisela Böllmann vom Deutschen Wetterdienst in einer Stunde “von null auf hundert“ Gewitter.

Vor allem in den Landkreisen Weilheim-Schongau und Bad Tölz- Wolfratshausen sorgten Starkregen und Sturmböen innerhalb weniger Minuten für zahlreiche Schäden. Bei Seeshaupt fielen in der Nacht stellenweise bis zu über 100 Liter Niederschläge pro Quadratmeter. Das war etwa so viel, wie dort normalerweise im ganzen Monat Juli fällt. Kurzzeitig hagelte es Eiskörner, die laut Polizei die Größe von Tennisbällen erreichten und mehrere Autofrontscheiben und ein Hausdach in Penzberg (Landkreis Weilheim-Schongau) zerstörten.

Auch in der Oberpfalz mussten Polizei und Feuerwehr bei rund 70 Einsätzen umgestürzte Bäume beseitigen sowie vollgelaufene Keller und Unterführungen auspumpen. Beim Hafen Regensburg wirbelten Sturmböen zwei 3500 Kilogram schwere Container durch die Luft, wodurch Dellen in die Fahrbahn geschlagen wurden. Eine Straße in Regensburg musste gesperrt werden, weil sie an einer Baustelle von Regenwasser unterspült worden war und die Fahrbahn einzubrechen drohte.

In Mittelfranken aber brannten nach Blitzeinschlägen eine Scheune und ein Wohnhaus und verursachten Sachschaden von jeweils mehr als 100.000 Euro. Auch in Niederbayern hat der Brand eines Wohnhauses in Kirchberg im Wald (Landkreis Regen) einen hohen Schaden von rund 120.000 Euro verursacht. Am Samstagmorgen beruhigte sich dann die Wetterlage wieder, die Unwetterwarnungen wurden aufgehoben. Zum Sonntag und zum Wochenanfang könne man auch schon wieder ohne Sorgen vor Gewittern in Bayern Abends den Biergarten besuchen, so Gisela Böllmann vom Deutschen Wetter Dienst, denn da würde es trockener. Erst die zweite Hälfte der kommenden Woche würde es wieder schwüler und damit steige die Gewittergefahr. 

dpa 

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