A93 stundenlang gesperrt: Lkw rast in Stauende

Kiefersfelden - Komplett gesperrt werden musste die A93, Fahrtrichtung Rosenheim, am Freitag in der Früh. Nach einem schweren Unfall musste ein Hubschrauber auf der Autobahn landen.

Aufgrund von Baumfällarbeiten kam es am Freitag gegen 9.35 Uhr auf der A93 in Fahrtrichtung Rosenheim auf Höhe des Gletschergartens zwischen den Anschlussstellen Oberaudorf und Brannenburg zu Stauungen des Verkehrs. Dort musste zur Sicherheit während der Fällarbeiten der rechte Fahrstreifen gesperrt werden.

Ein 54-jähriger, polnischer Sattelzugfahrer erkannte die am rechten Fahrstreifen stehenden Fahrzeuge zu spät und versuchte noch eine Vollbremsung sowie ein Ausweichen auf den linken Fahrstreifen. Trotz dieser Notbremsung konnte er ein Auffahren auf den vor ihm am linken Fahrstreifen stehenden Pkw nicht mehr verhindern. Der Pkw wurde im Anschluss durch den starken Anstoß an einen weiteren Sattelzug geschleudert und kam letztendlich quer zur Fahrtrichtung und stark beschädigt am rechten Fahrstreifen zum Stehen.

Die 22-jährige Pkw-Lenkerin aus dem Landkreis Rosenheim wurde durch die beiden Anstöße schwer verletzt und im Anschluß mit dem Rettungshubschrauber in ein umliegendes Krankenhaus eingeliefert. Lebensgefahr besteht offenbar nicht.

Der unfallverursachende Sattelzug, der mit 24 Tonnen Stahl beladen war, touchierte aufgrund seiner Masse noch einen weiteren Pkw, bis er letztendlich im Mittelstreifen zum Stillstand kam. Der Unfallverursacher, sowie die Fahrer des zweiten beteiligten Pkws und Sattelzuges blieben unverletzt. Die Schäden an den Fahrzeugen werden mit ca. 50.000 Euro beziffert.

Zur Rettung und Bergung wurden an die Unfallstelle die Feuerwehren Kiefersfelden und Oberaudorf gerufen.

Aufgrund der Bergung der beteiligten Fahrzeuge, sowie der anschließenden Reinigungsarbeiten war die A 93 an der Unfallstelle für 2,5 Stunden in Richtung Rosenheim gesperrt. Trotzdem der Verkehr an der Anschlussstelle Oberaudorf ausgeleitet wurde, staute sich dieser bis über die Landesgrenze nach Österreich hinaus. Da die Unfallstelle inzwischen geräumt ist, dürfte sich der Verkehr demnächst wieder langsam normalisieren.

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