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Die Billigflug-Airline Ryanair entging nur knapp einer Katastrophe.

Memmingen entgeht Katastrophe

Schwerer Zwischenfall bei Ryanair-Maschine

Memmingen - Ryanair hat öfter Probleme mit seinen Flugzeugen und den Sicherheitsbestimmungen. Doch ein Zwischenfall, der sich über Deutschland ereignet hat, hätte fast zur Katastrophe geführt.

Die Piloten (30 und 29) wollten Zeit gutmachen und brachten sich, die übrige Besatzung und ihre 135 Passagiere in höchste Gefahr. Eine Boeing 737 der irischen Ryanair ist im September nur knapp einer Katastrophe entgangen. Das meldet der Spiegel. Demnach drohte die Maschine beim Anflug auf den Allgäu Airport in Memmingen wegen viel zu hoher Sinkrate abzustürzen. Es war ein ungewöhnliches Anflugmanöver ausprobiert worden, aus fast banalem Grund: In Manchester hatte sich die Crew beim Start eine Verspätung von 25 Minuten eingehandelt, an Bord entschloss man sich dazu, nicht auf der Piste mit der Bezeichnung 06 zu landen, sondern auf der Piste 24, damit erspare man sich Zeit wegen kürzerer Rollwege. „Ziel ist es gewesen, die in Manchester verlorene Zeit teilweise aufzuholen“, sagte der Flugkapitän gegenüber der BFU, der Bundesstelle für Flugunfallunterschung.

Alles begann am 23. September um 16.21 Uhr mit dem ersten Kontakt zwischen der Ryan­air und dem Tower Memmingen. Um 16.39:40 Uhr – die Boeing war zuvor mit einer Rate von 1000 Meter pro Minute gesunken – gab es die automatische Warnung im Cockpit: „Caution Terrain“, was so viel bedeutet wie: „Achtung, Boden“. Eine Sekunde später war die 737, die sich in Schräglage befand, nur 137 Meter über der Erde, eine weitere Sekunde danach hieß es: „Terrain, Terrain, Pull Up“ – Hochziehen!

Die Piloten entschlossen sich daraufhin zum Durchstarten mit ausgefahrenem Fahrwerk. Später kam die Boeing auf der Piste 24 herunter, so wie es beabsichtigt war. Die BFU wertet den Vorfall als schwere Störung ohne Verletzte. Einige Passagiere dürften aber ziemlich bleich gewesen sein.

dpa

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