Schweres Gewitter sorgt für erhebliche Schäden

Nürnberg/Bamberg - Baumwipfel peitschten, Straßenlampen schwankten, der Regen floss in Sturzbächen: Ein schweres Gewitter mit heftigen Regenfällen und Hagel hat am Dienstagabend in Bayern die Rettungskräfte in Atem gehalten.

In Ober- und Mittelfranken wurde Hunderte Keller sowie zahlreiche Straßen überflutet, viele Bäume knickten um, wie die Polizei am Mittwoch berichtete. Durch Blitzschlag gerieten Teile eines Bauernhofes in Nittenau (Landkreis Schwandorf) und ein Einfamilienhaus in Altomünster (Landkreis Dachau) in Brand. Der Sachschaden beträgt insgesamt mehr als 500 000 Euro. Verletzt wurde niemand.

Allein die Polizei in Mittelfranken verzeichnete rund 200 Einsätze. So mussten in Fürth fünf Autos aus überfluteten Unterführungen geborgen werden. Wolkenbruchartige Regenfälle schwemmten am Main-Donau-Kanal bei Forchheim die Böschungen aus, blockierten die Schleuse Hausen und legten ein Stromkabel frei. Die Schifffahrt auf dem Kanal musste vorübergehend eingestellt werden. Ein Hangrutsch an einer Baustelle bei Bessenbach/Waldaschaff (Landkreis Aschaffenburg) legte auch den Verkehr auf der Autobahn A3 Richtung Nürnberg für knapp eine Stunden lahm.

Bei dem Brand einer Maschinenhalle in Nittenau entstand ein Sachschaden von rund einer viertel Million Euro. Die Landwirte konnten selbst noch 80 Rinder aus einem angrenzenden Stall befreien. Die Feuerwehr verhinderte ein Übergreifen der Flammen auf die anderen Gebäude des Hofes. Bei dem Feuer in Altomünster schätzt die Polizei den Schaden ebenfalls auf rund 250 000 Euro.

In Gunzenhausen schlug ein Blitz in eine Tankstelle ein und legte die Elektronik lahm. Ein Feuer entwickelte sich jedoch nicht. In einem Sägewerk in Dietenhofen (Landkreis Ansbach) begann nach einem Blitzschlag die Isolierung eines Holzverschlages zu glimmen. Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Glut auf den angrenzenden Holzspänebunker verhindern.

dpa

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