Wer die Pflicht zur Rettungsgassen-Bildung ignoriert, der muss 20 Euro Bußgeld bezahlen.

Schwerpunktaktion auf Autobahnen

Polizei verschärft Kontrollen zur Rettungsgasse

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Bis zum Ferienende wird die Autobahnpolizei verstärkt darauf achten, dass bei Unfällen auf Bayerns Autobahnen sofort eine Rettungsgasse gebildet wird. Wer sich nicht daran hält, muss vor Ort gleich 20 Euro Bußgeld berappen.

München – Seit Monaten klärt die Polizei in Bayern bei jeder sich bietenden Gelegenheit darüber auf, dass bei Unfällen auf der Autobahn sofort eine Rettungsgasse gebildet werden muss. Sie entscheidet im Notfall über Leben und Tod. „Aber es sind noch immer erschreckend viele Autofahrer unterwegs, die nicht nur aus Unwissenheit, sondern aus Ignoranz und Rücksichtslosigkeit nicht zur Seite fahren“, ärgert sich Stefan Sonntag, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd in Rosenheim.

Die Autobahnpolizeidienststellen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd machen daher ab heute Ernst: „Das rücksichtslose Verhalten werden die Beamten in den kommenden Wochen konsequent verfolgen und ahnden.“ Bis zum Ende der Sommerferien am 11./12. September in Bayern werden die Polizeibeamten vor allem auf den stark befahrenen Autobahnen A 95 (München-Garmisch-Partenkirchen) und A 8 (München-Salzburg) strikt auf die Einhaltung der Pflicht achten. Gerade auf diesen viel befahrenen Strecken komme es mehrfach täglich zu Staus. Wer hier keinen Platz macht für Polizei und Rettungskräfte, muss an Ort und Stelle 20 Euro Bußgeld bezahlen.

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Laut Stefan Sonntag nur ein „kleiner Denkzettel, aber immerhin ein Denkzettel“. Derzeit wird in der Politik darüber diskutiert, ob das Bußgeld nicht empfindlich erhöht werden sollte. Eine Diskussion, die auch unter Polizeibeamten viel Sympathie auslösen dürfte. Sonntag berichtet zumindest darüber, dass Polizei und Rettungsdienste immer wieder feststellen müssen, dass sich trotz aller Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit die Bereitschaft, eine Rettungsgasse zu bilden, nicht spürbar erhöht habe. Allerdings ist er sich auch darüber im Klaren, dass eine Bußgelderhöhung allein das Problem nicht lösen werde.

Eine Rettungsgasse zu bilden, ist ganz einfach: Im Stau fahren die Fahrzeuge auf der linken Spur an den linken Fahrbahnrand, die Fahrzeuge auf allen anderen Spuren nach rechts. Gleichzeitig muss der Standstreifen aber freigehalten bleiben. Die Rettungsgasse muss offen bleiben, bis der Verkehr wieder rollt.

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