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Michael Adam (SPD) hat beste Chancen, in zwei Wochen neuer Landrat im Kreis Regen zu sein.

Schwuler Sozi Adam mischt Regen auf

Regen - Michael Adam bleibt der Mann für die politischen Sensationen im Bayerwald. Den ersten Durchgang der Landratswahl in Regen hat der bekennende Schwule am Sonntag gewonnen.

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Regen: Das sind Wölfls Nachfolge-Kandidaten

Am Sonntag erhielt der 26 Jahre alte Bürgermeister von Bodenmais bei der Landratswahl für den Kreis Regen mit 42,7 Prozent mit Abstand die meisten Stimmen. Damit ist der evangelische Juso und bekennende Schwule in dem katholisch-konservativen niederbayerischen Landkreis klarer Favorit für die Stichwahl in zwei Wochen, wo er gegen den Kandidaten der CSU, Helmut Plenk, antritt. Plenk erreichte am Sonntag 34,9 Prozent der Stimmen. Die Bürgermeisterin von Kollnburg, Josefa Schmid, bekam 9,0 Prozent, der Kandidat der Freien Wähler, Heinrich Schmidt, 8,2 Prozent und der Prackenbacher Bürgermeister Franz Xaver Eckl 5,3 Prozent der Stimmen. Heinrich Schmidt war bisher übrigens einer von Wölfls Stellvertretern gewesen.

Die rund 64 000 Stimmberechtigten mussten an die Wahlurnen gerufen werden, weil der seitherige Landrat Heinz Wölfl vor rund drei Monaten gestorben war. Der aufgrund einer Spielsucht hoch verschuldete 58-jährige CSU-Politiker war mit seinem Auto absichtlich gegen einen Baum gerast. Wölfl war bei der bislang letzten Landratswahl in Regen 2008 der einzige Kandidat gewesen.

Von Anfang hatte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem SPD-Kandidaten Michael Adam (26) und seinem CSU-Kontrahenten Helmut Plenk (41) abgezeichnet. Der fleißige und allgegenwärtig scheinende Adam hatte mit Münchens OB Christian Ude auch einen prominenten Fürsprecher in den Bayerwald gelockt. Plenk absolvierte rund um die Uhr Termine und suchte dabei immer den Kontakt zu den Bürgern. Gewollt oder ungewollt amüsant geriet dabei sein Wahlkampfmotto: Sonne im Herzen, Regen im Kopf.

Die drei weiteren Wahlkämpfer hatten sich hohe Außenseiter-Siegchancen ausgerechnet. Bei einer Diskussionsrunde glaubte etwa Heinrich Schmidt an 25 Prozent, Josefa Schmid wollte 20 Prozent holen und Eckl sogar 30. Die beiden Favoriten Plenk und Adam wurden zusammen auf 65 Prozent taxiert. Insgesamt wären das dann 140 Prozent gewesen, leider um einige Prozentchen zu viel …

tz

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