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Hier ungefähr ist der 47-Jährige tagelang umhergeirrt. 

Bergwacht-Einsatz im Berchtesgadener Land

Sechs Tage ohne Essen, Trinken, warme Kleidung: Mountainbiker finden Verwirrten (47) im Gebirge

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Er hat überlebt, obwohl er sechs Tage ohne Essen, Trinken und warme Kleidung durch das Lattengebirge geirrt ist. Mountainbiker haben den erschöpften, desorientierten Mann (47) gefunden. 

Berchtesgadener Land - Erstaunlich, dass ihm nichts zugestoßen ist: Sechs Tage lang ist ein 47-Jähriger orientierungslos durch das Lattengebirge geirrt. Das meldet das Bayerische Rote Kreuz. Ungefähr um 10.40 Uhr am Samstagvormittag fanden Mountainbiker den durchnässten, erschöpften und verwirrten Mann auf der Forststraße zwischen der Röthelbachklause und Baumgarten. Er trug nur dünne Kleidung und muss vor allem nachts gefroren haben. 

Der 47-Jährige kommt aus dem Ort und sagte später, er sei seit vergangenem Sonntag zur 90-Jahr-Feier am Predigtstuhl im Lattengebirge unterwegs gewesen. 

Die alarmierte Reichenhaller Bergwacht und eine Rettungswagen-Besatzung des Roten Kreuzes versorgten den ausgekühlten und erschöpften Mann und brachten ihn dann in die Kreisklinik Bad Reichenhall. Die Reichenhaller Polizei war ebenfalls im Einsatz, da der Mann bereits seit einigen Tagen als vermisst gemeldet war.

Außerdem wurde die Bergwacht am Samstagmittag vom Grünsteinhaus aus gerufen. Dort hatte in 53-jähriger Mann einen Herzinfarkt erlitten. Die Einsatzkräfte brachten den Mann mit dem Rettungswagen ins Tal, wo die Besatzung von „Christoph 14“ besser landen konnte und den Patienten nach Traunstein flog.

Zu einem dritten Einsatz am Samstag wurden die Retter am späten Samstagabend gerufen: Ein einheimischer E-Bike-Fahrer war im oberen Teil der Forststraße von der Steiner Alm nach Urwies gestürzt und hatte sich sich unter anderem schwer an der Schulter verletzt. 

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