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Reichten Horst Seehofer das Goldene Buch: Der Sprecher der Sudetentdeutschen, Bernd Posselt (CSU, li.) und der Bundesvorsitzende Franz Pany (re.).

Seehofer: Amtsantritt bei Sudetendeutschen

München - Der bayerische Ministerpräsident hat sich am Samstag für ein sudetendeutsches Museum in München ausgesprochen.

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) würdige am Samstag bei seinem Antrittsbesuch bei der Sudetendeutschen Landsmannschaft in München die Aufbauleistung der Sudetendeutschen in Bayern. "Der Aufstieg Bayerns zum modernen Industriestaat wäre ohne die großartige Gemeinschaftsleistung der Einheimischen wie der Vertriebenen nicht möglich gewesen", sagte Seehofer. Die Landsmannschaft habe auch "Großartiges" für den Interessenausgleich zwischen Einheimischen und Vertriebenen geleistet. In München solle noch in dieser Legislaturperiode ein sudetendeutsches Museum realisiert werden, das auch eng mit tschechischen Museen zusammenarbeiten und europäisch vernetzt sein soll, betonte Seehofer. Das Museum sei ein "großes Zukunftsprojekt für unseren vierten Stamm".

Gemeinsam mit den Sudetendeutschen wolle er die Beziehungen zur Tschechischen Republik vertiefen und ausbauen, sagte Seehofer. "Ich will unser östliches Nachbarland besuchen und mir viel Zeit dafür nehmen. Und ich werde dies selbstverständlich zusammen mit den Repräsentanten der Sudetendeutschen tun." Die Beziehungen und die Zusammenarbeit zwischen Bayern und Tschechien seien gut, so Seehofer weiter. "Ostbayern und Westböhmen wachsen wirtschaftlich immer mehr zusammen. Wer das schlechtredet, kennt einfach die Wirklichkeit nicht."

Als Sudetendeutsche werden die ehemaligen deutschsprachigen Einwohner der Regionen Böhmen, Mähren und Österreichisch-Schlesien bezeichnet. Die Bezeichnung leitet sich von dem rund 330 Kilometer langen Gebirgszug der Sudeten ab. Ihre Vorfahren wanderten im 12. und 13. Jahrhundert vor allem aus Bayern und Sachsen nach Osten. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden nach Berechnungen der Landsmannschaft mehr als zwei Millionen Sudetendeutsche aus der Tschechoslowakei vertrieben.

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