Seehofer macht Hochschulen Mut

München – Die Sparmaßnahmen an Bayerns Hochschulen werden offenbar weniger einschneidend als befürchtet. Horst Seehofer hat den Hochschulen jetzt Mut gemacht.

Der CSU-Vorsitzende sagte in einer Sitzung des Parteivorstands, er rechne Anfang November mit einer positiven Steuerschätzung. Das soll dem Bildungsbereich zugute kommen. Aus der CSU wird zudem die Forderung laut, beim Sparkurs im (FDP-geführten) Wirtschaftsressort stärker den Rotstift anzusetzen und die Hochschulen zu schonen. 

In Fachkreisen kontrovers diskutiert wird indes ein Entwurf für das neue Hochschulgesetz, der dem Landtag morgen vorgelegt wird. Darin ist ein massiver Ausbau der berufsbegleitenden Studiengänge vorgesehen.

Dafür sollen unabhängig von den Studienbeiträgen gesonderte Gebühren von bis zu 2000 Euro erhoben werden, plant das Wissenschaftsministerium.

Das ebne Bayerns Weg ins Bezahlstudium, klagt die Studierendenvertretung der Münchner LMU. Es gebe erheblichen Unmut unter den Studenten. Das Ministerium hingegen betont, es bleibe bei den regulären Studienbeiträgen bei der 500-Euro-Höchstgrenze pro Semester.

Über die Gebühren-Grenze für die berufsbegleitenden Studiengänge sei zudem noch nicht entschieden. Der CSU-nahe Studentenverband RCDS begrüßte die Pläne für berufsbegleitendes Studieren. Die Landesvorsitzende Carmen Langhanke kritisiert allerdings ein anderes Detail des Entwurfes.

Den Studenten der Fachhochschulen die Promotion zu erleichtern, verwische die Grenzen zu den Universitäten: „Das stört mich extrem.“

Christian Deutschländer

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