Seit 45 Jahren eingesperrt: "Mittagsmörder" bleibt weiter in Haft

Nürnberg - Als brutaler “Mittagsmörder“ wurde er bekannt: Seit 45 Jahren sitzt ein heute 69 Jahre alter Mann in Haft.

Seine Hoffnungen, auf Bewährung das Gefängnis verlassen zu können, haben sich nun zerschlagen. Das Oberlandesgericht Nürnberg hat eine Entscheidung des Landgerichts Regensburg aufgehoben, wonach seine lebenslange Freiheitsstrafe zur Bewährung ausgesetzt werden sollte.

1967 hatte das Landgericht Nürnberg-Fürth den damals 26-jährigen Mann wegen fünffachen Mordes und besonders schweren Raubes verurteilt. Er hatte in den Jahren 1962 und 1963 zwei Banken und ein Waffengeschäft stets um die Mittagszeit überfallen und dabei vier Menschen umgebracht. 1965 tötete er bei einem Diebstahl in einem Bekleidungsgeschäft den Hausmeister; nach einer wilden Verfolgungsjagd konnte er von Polizei und Passanten gestellt werden.

Wie das Oberlandesgericht am Donnerstag mitteilte, sei eine Aussetzung der Strafe mit dem Sicherheitsinteresse der Allgemeinheit nicht zu vereinbaren. Das Risiko, dass der Verurteilte erneut ein Verbrechen begeht, sei zu hoch.

Auch Lockerungen seiner Haftbedingungen, wie etwa Ausgang oder Urlaub, waren bislang immer abgelehnt worden. Den Antrag auf Entlassung hatte er nun mit seinem fortgeschrittenen Alter begründet.

dpa

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