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Polizisten suchen seit Dienstag in einem Waldstück nach Anna Poddighe.

Amberger Polizei rollt Fall wieder auf

Seit vier Jahren verschollen: Finden sie nun Annas Leiche?

Amberg - Vor vier Jahren verschwand Anna plötzlich. Jetzt rollt die Polizei in Amberg den Fall neu auf und hofft darauf, sie zu finden.

Anna Poddighe war lebensfroh. Immer ein Lachen im Gesicht, das Temperament einer Italienerin. Die 41-Jährige wohnte seit einigen Jahren in Amberg – bis sie im Juni 2012 plötzlich verschwand. Eine Leiche wurde nie gefunden. Dass sie noch lebt, denkt keiner mehr. Weder ihre Familie noch die Polizei. „Wir müssen davon ausgehen, dass Anna Franka Poddighe Opfer eines Gewaltverbrechens wurde“, heißt es von Seiten der Polizei. Seit dieser Woche sucht sie in Hundertschaften nach einer Spur der vermissten Frau.

Auch im See sind die Beamten unterwegs.

„Wir haben keinen konkreten Hinweis erhalten, aber wir arbeiten seit Jahren an dem Fall“, sagt Polizeisprecher Stefan Hartl gegenüber der tz. Seit Dienstag durchkämmen Hunderte Beamte mit Leichensuchhunden ein Waldstück sowie einen See nahe der Wohnung, in der Anna Franka Poddighe mit ihrem damaligen Lebensgefährten lebte. Auch Unebenheiten am Boden werden auf dem Gelände überprüft. In der Hoffnung, auf die Vermisste zu stoßen.

Anna verschwand schon im Juni 2012

Rückblick: Es ist ein Wochenende im Juni 2012. Am Tag des Amberger Altstadtfestes verschwindet Anna Poddighe spurlos. Mit ihrem Lebensgefährten hatte sie zuletzt Kontakt. Ihm soll sie gesagt haben, sie wolle zum Altstadtfest gehen. Gesehen hat sie danach niemand mehr. Ihrer Schwester gegenüber soll die 41-Jährige Tage zuvor hingegen gesagt haben, sie plane einen Trip in die Schweiz. Die Polizei sucht in Amberg und auf der italienischen Insel Sardinien, ihrem Heimatort, nach ihr. Auch ihre Reisepläne werden überprüft – ergebnislos.

Selbst Aktenzeichen XY… ungelöst stellt den mysteriösen Vermisstenfall vor. Es gibt Hinweise, doch die heiße Spur ist nicht dabei.

Liegt der Schlüssel beim Lebensgefährten?

Die Familie der Vermissten glaubt, dass der Schlüssel des Verschwindens beim damaligen Lebensgefährten von Anna Poddighe liegt. Gegenüber der Mittelbayerischen Zeitung berichtete die Schwester, dass es Unregelmäßigkeiten auf Annas Konto gegeben habe. „Womöglich hat er sich bedient, Anna fand es heraus und es gab Streit“, mutmaßt die Schwester. Nachgewiesen werden konnte bisher nichts –doch die Polizei gibt nicht auf. Man ermittle in alle Richtungen, einen konkreten Verdacht gegen eine bestimmte Person gebe es nicht.

Am Mittwochnachmittag wurden die Suchmaßnahmen vorerst beendet. Man hatte nichts gefunden. „Für uns heißt das aber: Wir suchen weiter“, bekräftigt Polizeisprecher Stefan Hartl.

tz

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