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Polizisten verlassen das Anwesen, auf dem das SEK einen Polizist erschossen hat.

Ermittlungen abgeschlossen

SEK-Beamten erschossen Polizist in Notwehr

Augsburg - SEK-Beamten haben einen Polizist, der sich im Juli in seinem Haus verschanzt und mehrmals um sich geschossen hatte, getötet. Aus Notwehr, sagt jetzt die Staatsanwaltschaft.

Ein elfstündiger Nervenkrieg endete mit tödlichen Schüssen: Ein Polizist hatte sich im Juli in seinem Haus in Asbach-Bäumenheim nahe Donauwörth mit zwei Gewehren und zwei Pistolen verschanzt und  mehrere Schüsse abgegeben. Der 46-Jährige erklärte, er werde sich töten und jeden mitnehmen, der sein Grundstück beträte. Alle Verhandlungen scheiterten.

Schließlich wollte ein Sondereinsatzkommando (SEK) den Polizisten zum Aufgeben zwingen. Die Situation eskalierte. Als die SEK-Beamten auf sein Grundstück eindrangen, schoss der Mann mit seinem Gewehr dreimal auf den Polizeihund und richtete die Waffe dann auf einen SEK-Beamten. Daraufhin eröffneten das SEK das Feuer und erschossen den Polizisten.

Kein Ermittlungsverfahren wird eingeleitet

Die Staatsanwaltschaft überprüfte den Vorgang mit Zeugenvernehmungen, Sachverständigengutachten und der Auswertung von Einsatz-Videos. Jetzt gelangte sie zu dem Schluss, dass die SEK-Einsatzkräfte in Notwehr gehandelt haben.

„Die von SEK-Beamten abgegebenen Schüsse, von denen zwei tödliche Verletzungen verursachten, waren durch Notwehr gerechtfertigt. Aus diesem Grund ist kein Ermittlungsverfahren gegen die Schützen einzuleiten“, erklärte Oberstaatsanwalt Matthias Nickolai.

 dpa

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