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Die seltene Wolke über München.

Seltene Wolke rollt über Bayerns Himmel

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München - Eine Wolke fasziniert Bayern: Am Freitagmorgen war am Himmel eine “Morning Glory„ zu sehen - ein sehr seltenes Wolkenphänomen, das vor allem in Australien vorkommt.

Sie sieht aus wie eine riesengroße Walze, sie ist extrem selten und sie hat einen klangvollen Namen: „Morning Glory“ heißt die Wolke, die am Freitagmorgen über Bayern gerollt ist. Solche Walzenwolken kommen sonst vor allem in Australien vor. Meist früh am Tag - daher der Name. In Bayern ist sie kaum zu sehen.

Seltene Wolke rollt über Bayern

Die bayerische “Morning Glory“ ist sehr ungewöhnlich: Sie soll rund 100 Kilometer lang gewesen sein. Im Westen Bayerns ist sie entstanden, dann zog sie über München hinweg Richtung Nordosten. Die Walzenwolke geht oft Gewitterfronten vor. Und “Morning Glorys“ sind richtig schnell: Mit bis zu 60 Stundenkilometern können sie über den Himmel fegen.

Zahlreiche Menschen haben das Phänomen beobachtet, einige haben Bilder geschickt: Björn Grüber aus Eichenau (Landkreis Fürstenfeldbruck) etwa. Er entdeckte die Walzenwolke beim Frühstück. "Sie zog auf uns zu", erzählt er. Der Drachenflieger wusste sofort, dass er gerade etwas Außergewöhnliches zu sehen bekam. Er zückte die Kamera und machte die Bilder.

Ungewöhnlich: Als die Wolke über Björn Grüber hinweg flog, wehte kräftiger Wind - danach war es wieder windstill. Die anderen - normalen - Wolken am Himmel bewegten sich gar nicht, so Grüber.

Der Wind, den Björn Grüber spürte, war der Aufwind, der an der Vorderseite von “Morning Glorys“ entsteht. An der Rückseite fällt die Luft wieder ab. So entsteht eine Rollbewegung. Die Walzenwolke wird daher auch “roll cloud“ (“rollende Wolke“) genannt. Für Drachenflieger bietet sie ideale Bedingungen.

Als „waagrechte Tornadowalze“ hörte Karl-Heinz Wagner vom Fotoclub aus Erding von der Wolke. Er sah sie auf dem Weg zur Arbeit zwischen Garching und München. Beim nächsten Rastplatz blieb er stehen und fotografierte die Münchner “Morning Glory“. Mehrere Einzelbilder setzte er zu einem beeindruckenden Panoramafoto zusammen. Von einem Kollegen erfuhr er später, was er da abgelichtet hatte.

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Markus Knall

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