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Seltene Schnecke: der Bierschnegel.

In Frensdorf

Seltene Schnecke in Bierkeller entdeckt

Frensdorf - Ein Tierschützer hat in einem zum Abriss freigegebenen Bierkeller in Frensdorf einen vom Aussterben bedrohte Schnecke entdeckt. „Diese Entdeckung ist eine kleine Sensation“, meinen Experten.

Ein Tierschützer hat einen Bierschnegel, eine vom Aussterben bedrohte Kellerschnecke, in Bayern wiederentdeckt. Zum ersten Mal seit 22 Jahren sei damit ein solches Weichtier gesichtet worden, wie der Landesbund für Vogelschutz (LBV) am Freitag mitteilte. „Diese Entdeckung ist eine kleine Sensation“, sagte LBV-Artenschutzexperte Andreas von Lindeiner. In einem zum Abriss freigegebenen Bierkeller im oberfränkischen Wingersdorf, einem Ortsteil von Frensdorf (Landkreis Bamberg), fand ein LBV-Mitglied ein Exemplar der Schnecke, die auf der Roten Liste in der Kategorie 1 steht.

Der Verband werde sich darum kümmern, den Bestand zu schützen und zu erhalten, sagte Lindeiner. Die Naturschützer wollen den Keller und seine Umgebung vor dem Abriss gründlich absuchen und mögliche weitere Tiere retten, um sie gegebenenfalls in anderen Kellern in der Nähe wieder auszusetzen.

Die ungewöhnliche gelbe Nacktschnecke mit den blauen Fühlern hat ihren Namen Bierschnegel von ihrer Vorliebe für alte feuchte Gewölbe, wie es sie in traditionellen Bier- und Vorratskellern gibt. Die aber sind laut LBV wegen moderner Lagertechnik selten geworden, weshalb das Tier vom Aussterben bedroht ist. Dem LBV zufolge gab es in den vergangenen Jahren deutschlandweit nur wenige Nachweise. In Nordbayern tauchte das Tier demnach zuletzt 1994 in Coburg auf.

dpa

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