Serien-Brandstifter verhaftet - 21 Feuer gelegt

Pfaffenhofen/Ingolstadt - Die bayerische Polizei hat einem Serien-Brandstifter das Handwerk gelegt. Ein 17 Jahre alter Mann sei als mutmaßlicher Täter verhaftet worden, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Nord in Ingolstadt am Montag mit.

Der Auszubildende im Gastronomiebereich habe nach seiner Festnahme am Freitagabend zugegeben, seit September 2008 insgesamt 21 Brände vorwiegend im Raum Pfaffenhofen gelegt zu haben. Der Schaden liegt nach ersten Schätzungen bei rund 70 000 Euro. Verletzt wurde niemand. Das Motiv für die Brandstiftungen liege offenbar im persönlichen Bereich, hieß es.

Zuletzt hatte der 17-Jährige am Freitagabend in Pfaffenhofen a.d. Ilm eine Papiertonne angezündet und so einen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Zivilkräften der Polizei fiel in Tatortnähe ein Fahrrad auf, das dem jungen Mann gehört. Schon bei seiner ersten Befragung im Rahmen der Personalienkontrolle verwickelte sich der 17-jährige in Widersprüche und wurde deshalb zur Dienststelle gebracht. Noch am gleichen Abend gestand er 21 Brandstiftungen. Die Kripo Ingolstadt prüft nun, ob er noch für weitere Brandlegungen in Frage kommt.

Seit dem 23. September 2008 waren im Raum Pfaffenhofen zahlreiche Brände gelegt worden. Ziele waren vor allem Papiertonnen, Holzstöße, Hecken, Gartenhäuschen und ähnliche Objekte. In mehreren Fällen versuchte der Täter aber auch, Wohnhäuser in Brand zu setzen. Er benutzte dabei meist einfache Mittel, teils griff er aber auch zu Brandbeschleunigern wie Benzin.

Das Amtsgericht Ingolstadt erließ am Samstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl. Der 17-Jährige sitzt derzeit in Untersuchungshaft in der Justizvollzugsanstalt Neuburg.

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dpa

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