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Sex-Attacken auf Joggerinnen: Bub (15) muss ins Gefängnis

Augsburg - Er begrapschte über drei Monate lang Frauen an Po und Brüsten, zwei versuchte er zu vergewaltigen. Ein 15-Jähriger muss nach Attacken auf mehrere Joggerinnen für zweieinhalb Jahre ins Gefängnis.

Das Amtsgericht Augsburg verurteilte den Jugendlichen am Dienstag wegen sexueller Nötigung, Körperverletzung und Beleidigung - nicht aber wegen versuchter Vergewaltigung. Dafür gebe es keine Hinweise, sagte sein Verteidiger Klaus Rödel nach dem Urteil der Nachrichtenagentur dpa.

Im Prozess hatte der Anwalt ein Jahr Jugendstrafe gefordert, die Staatsanwaltschaft hingegen hatte auf drei Jahre Haft plädiert. Der 15-Jährige hatte insgesamt elf Joggerinnen in Augsburg attackiert und sexuell belästigt.

Beim Prozessauftakt hatte der Sextäter vom Siebentischwald jetzt von einem "dummen Streich" gesprochen. 

Drei Monate lang hatten zahlreiche Frauen berichtet, dass sie beim Laufen im Augsburger Siebentischwald von einem Unbekannten angegriffen und an Brust und Po begrapscht wurden. Im Oktober nahmen Polizisten den erst 14 Jahre alten Bub in der Wohnung der Eltern fest.

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Sex-Attacken auf Joggerinnen - Bub (14) in Haft

Wie die Augsburger Allgemeine berichtet, gestand der Jugendliche, der in der Vergangenheit mit anderen Taten bereits straffällig geworden ist und bei der Polizei als Intensivtäter geführt wird, einen Großteil der Taten. Laut Staatsanwaltschaft war der Jugendliche bei den Attacken immer brutaler geworden. Zu Anfang habe er seinen 23 bis 62 Jahre alten Opfern an die Brust oder den Po gefasst. Später stoppte er zwei Frauen im Augsburger Siebentischwald, begrapschte sie und rieb sich an ihnen. Zuletzt soll der Jugendliche zwei Frauen zu Boden gestoßen und versucht haben, sie zu vergewaltigen. Beide Joggerinnen wehrten sich gegen den damals 14-Jährigen und konnten sich befreien.

Der Teenager ist deshalb wegen zweifacher versuchter Vergewaltigung, zweifacher sexueller Nötigung und zehnfacher Beleidigung angeklagt. Bei einer Verurteilung drohen ihm nach Angaben seines Verteidigers voraussichtlich drei Jahre Haft.

Nach Angaben der Zeitung betonte der heute 15-Jährige, dass die Taten keinen sexuellen Hintergrund gehabt hätten, sondern ein dummer Streich gewesen seien. Der Bub soll sich allerdings bei allen Opfern für seine Taten entschuldigt haben.

mm

Rubriklistenbild: © dpa

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