Langfristiger Vertrag für Bierofka - „Nur der Anfang dieser positiven Entwicklung“

Langfristiger Vertrag für Bierofka - „Nur der Anfang dieser positiven Entwicklung“

Sex auf Empore: Freistaat will den Polizisten feuern

Rennertshofen - Sex in der Kirche! Das heiße Liebesspiel eines Polizisten mit einer Studentin auf der Empore der katholischen Pfarrkirche St. Johannes Baptist in Rennertshofen hat ein gerichtliches Nachspiel.

 Der Freistaat will den liebestollen Polizeiobermeister Stephan M. (27) loswerden. Vor dem Verwaltungsgericht München kämpft der suspendierte Beamte ab Montag um seinen Job. In der Silvesternacht 2009/10 hatte der Polizist mit einer drei Jahre jüngeren Studentin während seiner Freizeit ordentlich im Wirtshaus einen gezwitschert. Der Alkohol und die Hormone siegten über ihren Verstand: Das Paar kam auf die Schnapsidee, während der Andacht in die Kirche zu schleichen, um den Gefühlen freien Lauf zu lassen. Das amouröse Vergnügen auf der Empore war nicht zu überhören. Empörte Kirchenbesucher sahen nach und ertappten das Paar in flagranti.

Außergewöhnliche Orte für prickelnden Sex

Die besten Orte für prickelnden Sex

Lesen Sie hier:

Strafbefehl gegen Polizisten

Die beiden wollten zwar noch fliehen, liefen jedoch dem Mesner in die Arme. Pfarrer Nikolaus Maier gab dem liebestollen Paar die Gelegenheit zu einer Entschuldigung, wozu die beiden sich offenbar nicht durchringen konnten. Der Geistliche erstattete Anzeige und beklagte in der Neujahrs­predigt „den eklatanten Mangel an Anstand“ sowie das „schamlose Ausleben von Trieben“.

Die Folge: Die Gemeinde Rennertshofen (4800 Einwohner) im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen wurde weit über die Grenzen Bayerns hinaus bekannt. Selbst britische und amerikanische Medien amüsierten sich über den Vorfall. Stephan M. wurde sofort vom Dienst suspendiert. Die Staatsanwaltschaft ermittelte wegen „Störung der Religionsausübung“ (§ 167 StGB, Höchststrafe drei Jahre Haft). Um einem öffentlichen Strafprozess zu entgehen, akzeptierten beide einen Strafbefehl: 1800 Euro für ihn, 900 Euro für die Studentin.

Für den Beamten ist der Fall damit noch nicht ausgestanden. Der Freistaat hält den Polizeiobermeister für nicht mehr tragbar. Ihm wird zudem zum Vorwurf gemacht, eine ihm dienstlich übergebene Schreckschusspistole mit nach Hause genommen zu haben. „Verwahrungsbruch“ heißt dieses Vergehen und ist mit bis zu zwei Jahren Haft bedroht. Sollte die zuständige Kammer des Verwaltungsgerichts den Beamten aus dem Dienst entfernen, kann er sein Glück in nächster Instanz beim Verwaltungsgerichtshof versuchen.

Eberhard Unfried

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Vermisste Tramperin Sophia L.: Schicksal weiterhin unklar 
Seit mehr als einer Woche wird die 28-jährige Sophia L. vermisst. Einem spanischen Medienbericht zufolge wurde jetzt ihre Leiche an einer Tankstelle gefunden. Polizei …
Vermisste Tramperin Sophia L.: Schicksal weiterhin unklar 
Autofahrer fällt beim Anblick aus allen Wolken: Betrunkener löst Polizeieinsatz aus
Einen gehörigen Schock hat dieser Autofahrer erlitten. Er hielt einen am Straßenrand schlafenden Betrunkenen für eine Leiche.
Autofahrer fällt beim Anblick aus allen Wolken: Betrunkener löst Polizeieinsatz aus
Gebrochene Schulter: Bus-Fahrgast stürzt nach Vollbremsung - war er selbst schuld?
Wer haftet, wenn ein Fahrgast in einem Linienbus stürzt und sich verletzt? Zu dieser Frage hat das Oberlandesgericht (OLG) München am Freitag eine außergerichtliche …
Gebrochene Schulter: Bus-Fahrgast stürzt nach Vollbremsung - war er selbst schuld?
Nur Gewürze im Gepäck? Frau (23) mit brisanter Fuhre im Nachtzug erwischt
Am Mittwochvormittag waren Schleierfahnder erneut auf der Schiene erfolgreich. Im Nachtzug Rom-München machten sie einen brisanten Fund.
Nur Gewürze im Gepäck? Frau (23) mit brisanter Fuhre im Nachtzug erwischt

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.