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Jin Wang bezichtigt die Studentin der Lüge.

Sex-Prozess: Dirigent will sich nicht entschuldigen 

Würzburg - Der wegen sexueller Nötigung angeklagte ehemalige Generalmusikdirektor Jin Wang lehnt es nach wie vor ab, sich bei seinem vermeintlichen Opfer zu entschuldigen.

Sexuelle Nötigung lautet die Anklage gegen den ehemaligen Würzburger Generalmusikdirektor Jin Wang. Das Gericht bietet dem Angeklagten nach etlichen zähen Verhandlungstagen eine Verfahrenseinstellung an, wenn er Geld zahlt. Doch Jin Wang lehnt erneut ab. 

Das Verfahren gegen den ehemaligen Würzburger Generalmusikdirektor Jin Wang wegen sexueller Nötigung einer Studentin zieht sich hin. Der 50-Jährige lehnte am Mittwoch vor dem Landgericht Würzburg abermals ab, sich bei der heute 25-Jährigen zu entschuldigen.

Auch das Angebot der Strafkammer, gegen die Zahlung von 5000 Euro als Täter-Opfer-Ausgleich den Prozess zu beenden, wies der Dirigent zurück. “Ich bin nicht einverstanden mit der Idee, 5000 Euro zu zahlen.“ Er glaube an Gerechtigkeit und hoffe darauf, dass die Studentin irgendwann die Wahrheit sagen werde. Jin Wang muss sich seit dem 2. November vor der Kammer verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem verheirateten Familienvater vor, die Studentin am 20. Mai 2007 in einem Treppenhaus in der Würzburger Innenstadt sexuell belästigt zu haben.

Jin Wang soll der Frau gewaltsam T-Shirt sowie Rock hochgeschoben und sie anschließend unsittlich berührt haben. “Wir haben ein bisschen geküsst, ein bisschen mehr geküsst. Wir haben uns gestreichelt“, hatte der Angeklagte am 2. November ausgesagt. “Ich erinnere mich nicht, dass sie “nein“ gesagt hat.“

Die Studentin beantwortete am fünften Prozesstag erneut zig Fragen der Verteidigung nach ihrem Verhältnis zu dem gebürtigen Chinesen. “Er ist nachts zu mir in die Wohnung hochgekommen“, unaufgefordert, ohne vorherige Verabredung, sagte die junge Frau unter anderem. Wangs Verteidiger bezichtigte die 25-Jährige erneut der Lüge. Die Staatsanwaltschaft hatte Wang bereits Monate vor dem Prozess angeboten, den Fall gegen Zahlung von 5000 Euro zu den Akten zu legen. Doch diesen sogenannten Täter-Opfer-Ausgleich lehnte der vierfache Vater damals wie auch am Mittwoch wieder ab. Das Gericht wollte den Prozess eigentlich so verkürzen, um dem Opfer weitere Vernehmungen zu ersparen. Der Anwalt der Studentin reagierte auf Wangs Ablehnung mit Unverständnis. “Das ist das äußerste Entgegenkommen. Ich glaube, größeres Entgegenkommen verdient er nicht mehr.“

dpa

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