Absurde Erklärungen vor Gericht

Sextäter (57) belästigte Kinder auf dem Heimweg

Gersthofen - Absoluter Alptraum: Über Wochen hinweg belästigte ein Sextäter (57) in Gersthofen Schüler. Jetzt stand er vor Gericht. Seine Erklärung: Ich hatte "sexuellen Notstand".

Der 57-Jährige lauerte den Kindern auf dem Nachhauseweg auf. Er lockte die Kleinen - zwischen acht und zehn Jahre alt - an sein Auto, sprach sie an und forderte sie zu sexuellen Handlungen auf. Über Wochen hinweg sorgte er für Angst und Schrecken in Gersthofen  - bis die Polizei ihn inflagranti erwischte.

Der Sextäter kam in Untersuchungshaft. Jetzt stand er vor Gericht. Die Anklage: sexueller Missbrauch in fünf Fällen. Der Beschuldigte rechtfertigte sich, dass er zu dieser Zeit einen "sexuellen Notstand" gehabt hätte. So zitiert ihn die "Augsburger Allgemeine". Und weiter: "Ich hatte in dieser Zeit keinen Sex."

Gutachter: Keine krankhafte Störung

Dass er sich Kinder für seine Befriedigung ausgesucht hatte, habe nicht an pädophilen Phantasien gelegen, sagte der Beschuldigte. Es sei für ihn nur einfacher gewesen, sich an die Kleinen zu wenden. "An Erwachsene habe ich mich nicht rangetraut." Er wollte sich nicht körperlich an den Kindern vergreifen. Es habe ihn bereits stimuliert, sich ihnen zu zeigen.

Keines der Kinder wurde körperlich geschädigt. Sie rannten immer weg, hieß es in der Gerichtsverhandlung. Die seelischen Folgen seien aber schwer abzuschätzen. Ein Gutachter gab der Einschätzung des Angeklagten Recht: Bei dem Mann liege keine krankhafte Störung vor, der Mann würde sich in einem frühen Stadium eines Exhibitionisten befinden.

Das Gericht verurteilte den Geständigen schließlich zu zwei Jahren und sechs Monaten Gefängnis.

mm

Rubriklistenbild: © dpa

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