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Das Sex-Monster, das in den Seniorenheimen sein Unwesen treibt, wählte sich gezielt demente Frauen im Alter zwischen 80 und 92 Jahren aus. (Symbolfoto)

Sieben demente Seniorinnen vergewaltigt

Sex-Monster sucht seine Opfer nur in Altersheimen

Würzburg - Die Angst geht um in den 39 Würzburger Seniorenheimen: Seit einem Jahr schleicht nachts immer wieder ein unbekannter Triebtäter durch die Flure – siebenmal hat er bereits wehrlose Heimbewohnerinnen missbraucht und vergewaltigt!

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Erst jetzt machte die Würzburger Kripo den deutschlandweit einmaligen Fall öffentlich: „Wir wollten die Ermittlungen nicht gefährden“, erklärt Polizeisprecher Karl-Heinz Schmitt. Doch obwohl unzählige Polizisten die Altenheime in den vergangenen Wochen nachts observierten, fehlt von dem Sex-Phantom noch immer jede Spur.

Am Dienstag wurde bekannt: Der Mann besitzt offensichtlich Insider-Kenntnisse, wählte sich gezielt demente Frauen im Alter zwischen 80 und 92 Jahren aus. „Das ist das Perfide an dem Fall“, meint Heinz Henneberger vom Polizeipräsidium Unterfranken: „Er sucht sich Opfer aus, die körperlich und geistig nicht in der Lage sind, sich zu wehren. Und auch als Zeugen sind sie nicht geeignet, weil sie uns keine Hinweise geben können.“

Heimbesucher, Hausärzte, Pfleger, Lieferanten oder Reinigungspersonal: Der Kreis möglicher Verdächtiger ist groß. Betroffen sind fünf Heime unterschiedlicher Träger. BRK-Vizechef Edgar Nestmeier (53): „Irgendwas muss der Täter wissen. Die Übergriffe sind deshalb auch so unerklärlich, weil wir auf Demenz-Patienten doch ein besonderes Auge haben!“

Im BRK-Altenpflegeheim Dr. Dahl tauchte der Sex-Verbrecher im Juli zum bisher letzten Mal auf. Wie in den meisten Fällen betrat er zwischen drei und vier Uhr morgens das Zimmer einer bettlägrigen, kaum bewegungsfähigen Frau und vergewaltigte sie brutal. Pflegerin Nicole S. entdeckte das Opfer erst lange nach der Tat: „Die Decke war aufgedeckt und die Kleider lagen neben dem Bett. Ich hatte totale Angst, dass der Täter noch im Haus war.“

Die Polizei hatte die Altenheime schon früh vor dem Unbekannten gewarnt. „Aber 100-prozentige Sicherheit gibt es nicht“, sagt Nestmeier. Im Heim Dr. Dahl müssen sich nachts zwei Pflegekräfte um 85 Bewohner auf fünf Etagen kümmern. „Altenheime sind keine Festung, wir können sie ja nicht immer zusperren“, sagt der BRK-Mann.

Auch die Seniorenwohnanlage am Hubland suchte der Täter heim. Geschäftsführer Alexander Schraml (45): „Aber die 90-jährige Bewohnerin konnte ihn selbst durch Rufe in die Flucht schlagen.“ Seitdem sind am Hubland nachts die Türen verriegelt. Im BRK-Heim wurde am Eingangsbereich eine Kamera angebracht, viele Mitarbeiterinnen haben sich Pfefferspray besorgt. „Und unser ehrenamtlicher Bereitschaftsdienst läuft Streife um die Häuser, sobald es dunkel wird“, sagt Edgar Nestmeier.

Doch für die Ergreifung des Mannes setzt die Polizei nun alle Hoffnungen auf die Bevölkerung. Verdächtige Personen, die sich nachts um Seniorenheime herumtreiben, sollten per Notruf 110 sofort gemeldet werden.

JV (tz)

So soll die Bestie aussehen

Die Beschreibung des Täters ist aufgrund der ungenauen Angaben der Opfer noch vage: Er soll 35 bis 50 Jahre alt sein, 1,70 bis 1,85 Meter groß. Laut Polizei ist er sehr schlank, tritt teilweise unrasiert auf und könnte starken Körpergeruch haben. In einigen Fällen trug er auch eine Brille mit großen Gläsern. Nach anderen Beschreibungen könnte er auch eine Stirnglatze mit Haarkranz haben. Inzwischen hat die Kripo die Operative Fallanalyse des Polizeipräsidiums München in den Fall mit eingeschaltet. Die Profiler sollen den Ermittlern dabei helfen, den Kreis der Verdächtigen enger zu ziehen.

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