Mehr Wachpersonal an Bayerns Gerichten 

München - Nach den tödlichen Schüssen auf einen jungen Staatsanwalt im Amtsgericht Dachau werden immer mehr Sicherheitsmaßnahmen an Bayerns Gerichten in die Tat umgesetzt.

Seit Anfang September sind 130 private Sicherheitsfachkräfte im Einsatz, wie Justizministerin Beate Merk (CSU) am Mittwoch in München mitteilte. Das private Wachpersonal werde schrittweise seinen Dienst antreten - 100 weitere sollen zum 1. April 2013 dazu kommen und 70 weitere vom 1. März 2014 an.

Das Kabinett hatte neben dem Einsatz privaten Sicherheitspersonals beschlossen, dass auch der Wachtmeisterdienst um 140 Stellen aufgestockt wird. 70 neue Stellen wurden zum 1. Juni 2012 besetzt. Weitere 40 gibt es zum 1. März 2013 und weitere 30 Stellen zum 1. März 2014.

Die privaten Sicherheitskräfte werden zur Unterstützung der Wachtmeister bei der Eingangssicherung eingesetzt. „Diese tatkräftige Unterstützung für unsere Justizwachtmeister wird ein großes Plus für die Sicherheit an unseren Gerichten bedeuten“, sagte Merk. Gerichtssäle sollten „waffen- und angstfrei“ sein - Orte, an denen nur mit Worten und ohne Angst gestritten werde.

Der 31 Jahre alte Staatsanwalt war am 11. Januar während der Urteilsbegründung vom Angeklagten erschossen worden. Der Unternehmer war wegen nicht bezahlter Sozialversicherungsbeiträge zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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