Dramatische Bergtour in Österreich

Sieben deutsche Bergsteiger im Funkloch in Not - erst nach Stunden Rettung per Hubschrauber

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Einen Albtraum haben sieben deutsche Bergsteiger in Österreich durchlitten: Der Weg vom Gipfel hinab war versperrt - und ein Notruf zunächst unmöglich.

Update 9.Juli 2018: Eien dramatische Rettung findet auch gerade in Thailand statt. Hier werden 12 Jungen und ihr Fußball-Trainer aus einer Höhle befreit. Die Gruppe rettete sich vor zwei Wochen während eines starken Regenfalls in die Höhle. Der Eingang wurde anschließend überschwemmt und sie waren lange Zeit vermisst. Nun konnten bereits acht Jungen gerettet werden. Die Details zur Rettung aus der Höhle lesen Sie im Live-Ticker nach.

Galtür/Landeck - Nicht nur eine Schrecksekunde sondern mehrere „Schreck-Stunden“ hatte eine siebenköpfige deutsche Bergsteiger-Gruppe in den österreichischen Alpen zu überstehen: Die sechs Männer und eine Frau des DAV Köln wollten in der Silvrettagruppe eigentlich nur eine mehrtägige Ausbildung absolvieren, wie die Tiroler Polizei mitteilt. Am Sonntag geriet die Tour aber zum Albtraum.

Erst um 18.30 Uhr hatten die DAVler im Alter zwischen 24 und 58 Jahren den letzten Gipfel der Tour erreicht - verspätet und stark übermüdet. Der Abstieg gestaltete sich unerwartet schwierig. An einer Scharte stellte die Gruppe fest, dass der Schnee zu hart und die Rinne zu steil für einen sicheren Rückweg Richtung Tal sein würde, wie es heißt.

Nach Stunden folgte die Rettung - zwei Hubschrauber bergen deutsche Alpinisten

Allerdings war auch ein Notruf nicht ohne weiteres möglich: Die Gruppe hatte kein Handynetz. Erst Stunden später, um 21 Uhr, gelang es einem der Bergsteiger, einen Punkt mit Netzverbindung zu finden und die Retter zu kontaktieren.

Schließlich kamen Bergrettung, Polizei und Notarzt zu Hilfe. Mit zwei Hubschraubern wurden die deutschen Bergsteiger unverletzt geborgen und an einer Hütte abgesetzt. Insgesamt waren 25 Bergretter aus Galtür und zwei Polizeibeamte im Einsatz.

Auch am Montag zwei Deutsche aus der Luft aus Bergnot gerettet

Eine ähnlich unangenehme Erfahrung machten in Tirol am Montagnachmittag nach Angaben der österreichischen Polizei zwei weitere deutsche Alpinisten. Ein Mann und eine Frau, beide 64 Jahre alt, hatten in unwegsamem Gelände zwischen Mittlerer Kreuzspitze und Elmer Kreuzspitze in den Lechtaler Alpen die Orientierung verloren. Immerhin konnten sie direkt Hilfe rufen - sie wurden von einem Polizeihubschrauber in Sicherheit gebracht.

Lesen Sie auch: Münchner Bergsteiger stürzt ab und erleidet offene Kopfverletzung - schwierige Rettungsaktion

fn

Rubriklistenbild: © dpa / Markus Leitner

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