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Das LKA warnt vor illegalen Böllern

Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz droht

Silvester-Böller: Was erlaubt ist - und was nicht

München - Der Verkauf pyrotechnischer Artikel für das Silvesterfeuerwerk beginnt am Montag. Doch Vorsicht! Das Landeskriminalamt warnt vor illegalen Böllern.

Die Feuerwerksartikel dürfen am 31. Dezember und am 1. Januar abgebrannt werden. Doch Vorsicht! Zunehmend stoßen die Sicherheitsbehörden in Bayern auf illegale Pyrotechnik. "Da diese Artikel, vor allem aus dem östlichen Ausland, in aller Regel keine Zulassung der Bundesanstalt für Materialprüfung (BAM) oder einer anderen nationalen Zertifizierungsstelle haben, machen sich sowohl der Verbringer als auch der Besitzer strafbar", warnt das LKA in einer Mitteilung.

So erkennen Sie legale Böller

In und für Deutschland zugelassene pyrotechnische Artikel erkennt man an einer aufgedruckten BAM-Nummer bzw. einer CE-Zertifizierungsnummer sowie den in deutscher Sprache aufgedruckten Handhabungshinweisen. Der Umgang mit nicht von der BAM oder anderen nationalen Zertifizierungsstellen zugelassenen pyrotechnischen Gegenständen stellt in Deutschland einen Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz dar. Da können der vermeintlich kostengünstige Einkauf und das Verbringen von pyrotechnischen Artikeln aus dem Ausland im Nachhinein sehr teuer werden.

Pyrotechnische Gegenstände werden je nach Verwendungszweck und Gefährlichkeit in verschiedene Kategorien eingeteilt. Die in Deutschland handelsüblichen pyrotechnischen Gegenstände für Silvester sind in die Kategorie 2, frei ab 18 Jahren, eingestuft.

Abgabe an Kinder ist strafbar

Nur das so genannte Kleinstfeuerwerk der Kategorie 1, z.B.: Knallerbsen oder Wunderkerzen, darf von Personen ab 12 Jahren erworben werden. Strafbar macht sich übrigens auch, wer Feuerwerk der Kategorie 2 an Personen unter 18 Jahren weitergibt.

Pyrotechnik der Kategorie 3 und 4 (Mittel- und Großfeuerwerk) ist ausschließlich Inhabern entsprechender sprengstoffrechtlicher Erlaubnisse vorbehalten, auch wenn diese Pyrotechnik auf den freien Märkten im benachbarten Ausland zu günstigen Konditionen frei erhältlich ist. Selbst eine vorhandene CE-Zertifizierung für Kategorie 3 Feuerwerk auf ausländischen pyrotechnischen Gegenständen schützt nicht vor Strafe. Mittelfeuerwerk, Kategorie 3, ist in vielen europäischen Ländern für Personen über 21 Jahren frei verkäuflich, nicht jedoch in Deutschland.

Die Gefährlichkeit von in Deutschland nicht zugelassener Pyrotechnik liegt vor allem in dem verwendeten Explosivstoffinhalt und -menge.

LKA warnt vor schweren Verletzungen

Das Bayerische Landeskriminalamt weist vor allem auf die gesundheitlichen Schäden hin, die immer wieder beim Umgang vor allem mit illegalen Böllern und Krachern auftreten. Doch der leichtsinnige und oft auch unsachgemäße Umgang mit Feuerwerksartikeln ganz allgemein führt leider immer wieder zu erheblichen Sachschäden und vor allem erheblichen Verletzungen beteiligter und unbeteiligter Personen. Sie werden meistens im Gesicht und dort vor allem an den Augen, aber auch an Händen und Unterarmen verletzt. In vielen Fällen führen diese oft schweren Verletzungen zu lebenslangen gesundheitlichen Beeinträchtigungen.

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