Sturm Friederike wütet: Dach von Gymnasium droht abzuheben - Bäume blockieren S-Bahn-Netz

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Silvester im Frühling

München - Zweistellige Temperaturen und jede Menge Regen: Während es den einen an Silvester in die Sektgläser hineinregnete, planschten die anderen beim Neujahrs-Baden im Baggersee.

Das Gläschen Sekt durfte am Silvesterabend ebenso wenig fehlen wie der Regenschirm. In weiten Teilen Bayerns schüttete es den ganzen Abend und die ganze Nacht über wie aus Eimern. Im Landkreis Starnberg musste die Feuerwehr sogar mehrere Keller auspumpen. Im Gegenzug aber konnten die Feiernden ihre Wollmützen zu Hause lassen. Pünktlich um Mitternacht maß der Deutsche Wetterdienst (DWD) in München beinahe acht Grad.

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Sobald es wieder schneit, gibt es hier das große

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Grund hierfür: Die Warmfront eines Sturmtiefs schaufelt derzeit Luft aus Spanien nach Bayern. „Die ist richtig schön mild. Bei mir daheim schauen schon die Krokusse raus“, sagt Gisela Böllmann vom DWD. Bis zum Mittag habe es am 31. Dezember noch Temperaturen um den Gefrierpunkt gegeben, ab 15 Uhr begann das Thermometer zügig zu klettern. „Stunde um Stunde wurde es ein Grad wärmer“, sagt Böllmann. Um 20 Uhr hatte es schon milde sechs Grad. Die Schneegrenze in der Nacht lag bei 1400 Metern. Um fünf Uhr morgens maß der DWD acht Grad, am frühen Nachmittag waren es frühlingshafte zwölf Grad. „Recht viel mehr wird es aber nicht mehr werden“, meint Böllmann. Einigen Unerschrockenen in Karlsfeld im Kreis Dachau haben die Temperaturen aber gereicht, um im Baggersee planschen zu gehen. Einer alten Tradition folgend stürzten sich Mitglieder des TSV Eintracht Karlsfeld in die 6,4 Grad kalten Fluten – nach kurzer Zeit aber ging es im Laufschritt wieder ans Ufer und ins wärmende Handtuch.

Die nächsten Tage bleiben laut DWD zwar mild, bis zum Wochenende wird es aber wieder deutlich kälter. Die gute Nachricht für alle Skifahrer: Bereits am Donnerstagmorgen könnte es schon wieder schneien. Die Skigebiete in den Alpen melden derzeit gute bis sehr gute Pistenverhältnisse. Dennoch raten Experten zur Vorsicht. Der Wetterdienst warnt vor Schneeabbrüchen aufgrund des nassen Schnees. Auch der Lawinenwarndienst Bayern schätzt die Lage derzeit kritisch ein. Vom Allgäu bis zum Werdenfelser Land besteht demnach große Lawinengefahr (Stufe 4), von den bayerischen Voralpen bis zu den Berchtesgadener Alpen ist die Lawinengefahr sogar erheblich. Eine Auslösung von Schneebrettlawinen sei bereits durch einen einzelnen Skifahrer oder Snowboarder möglich.

Patrick Wehner

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