Geduldsprobe zum Ferienbeginn: Lange Staus und volle Züge

München/Rosenheim - Der Start in die Faschingsferien hat den Urlaubern und Wintersportlern am Samstag in Bayern viel Geduld abverlangt:

Nachdem am Morgen vor allem die Straßen im Norden des Freistaats dicht waren, verlagerte sich der Schwerpunkt bis zum Mittag in den Süden, wie ein Sprecher des Verkehrslagezentrums der Polizei in Rosenheim sagte. Der Bettenwechsel in Österreich habe zudem dazu geführt, dass am Vormittag eine Rückreisewelle aus dem Nachbarland in Richtung Norden anrollte. “Es schwankt auf den gesamten Strecken zwischen zähfließend und Stauungen“, sagte der Sprecher. Der hohe Andrang an Reisenden führte auch bei der Bahn zu Behinderungen. Mit Schnee ist in den nächsten Tagen kaum mehr zu rechnen, aber mit Glätte, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte.

Stoßstange an Stoßstange schoben sich die Autos am Samstag stellenweise von Österreich kommend über die Fernstraßen in nördliche Richtung. Auf der A93 vom Grenzübergang Kiefersfelden bis zum Inntal- Dreieck und weiter auf der A8 in Richtung München kam es zu Staus und stockendem Verkehr auf etwa 40 Kilometern Länge. Auch in der Gegenrichtung zwischen dem Autobahnkreuz München-Ost auf der Autobahn 99 bis zum Irschenberg auf der A8 staute sich der Verkehr am Vormittag zeitweise auf einer Länge von ebenfalls 40 Kilometern.

Bereits am frühen Morgen hatten die Autos auf der A9 zwischen Nürnberg und Allersberg nach mehreren Unfällen zeitweise auf 16 Kilometern gestanden. Im Laufe des Vormittags habe sich der dichte Reiseverkehr in Richtung München verlagert, sagte der Sprecher weiter. Eng ging es am Vormittag beispielsweise auf der A9 zwischen Allershausen und München zu, hier stockte der Verkehr auf einer Länge von 25 Kilometern. Der ADAC hatte bereits vorab wegen des Ferienbeginns vor langen Staus gewarnt.

Auch bei der Bahn kam es durch den hohen Andrang an Reisenden zu Behinderungen. In Würzburg mussten bei zwei Zügen in Richtung Hamburg etwa 150 Zugestiegene wieder zum Aussteigen bewegt werden, da die Züge komplett überfüllt waren. Dadurch verlängerte sich der Aufenthalt bei beiden Zügen in Würzburg um bis zu eine Stunde. Die Bahngäste, die wieder ausgestiegen waren, mussten jeweils auf den nächsten Zug warten. Ein Bahn-Sprecher entschuldigte sich für die Unannehmlichkeiten.

Der Deutsche Wetterdienst hatte für den Samstag gebietsweise Schnee und Glätte vorausgesagt. Größere Unfälle blieben am Samstag laut Verkehrszentrum aus. Meist habe es sich um Blechschäden gehandelt. Mit glatten Straßen ist laut den Meteorologen dennoch weiter zu rechnen. Ein Tiefdruckwirbel bringt feucht-kalte Luft nach Bayern, bis zum Sonntag schneit es vereinzelt. “Dort, wo es in der kommenden Nacht aufklart, wird es strengen Frost unter Minus zehn Grad geben“, hieß es. Das dürfte vor allem am Alpenrand der Fall sein.

dpa

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