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Die milden Temperaturen und Sonneneinstrahlung lassen die Lawinengefahr in den bayerischen Alpen wieder steigen.

Ski-Saison noch nicht vorbei, doch Lawinengefahr steigt

Garmisch-Partenkirchen/Kempten - Frühlingshafte Temperaturen in den Tälern, Wintersportwetter in den Bergen: Die Ski-Saison ist in Bayern noch nicht vorbei. Doch die Lawinengefahr steigt.

Im Allgäu sowie in Nieder- und Oberbayern sind die Pisten noch präpariert und die Bergbahnen in Betrieb. Teilweise liegt der Schnee meterhoch. Wegen des nassen Schnees steigt jedoch die Lawinengefahr. Für die Berchtesgadener und Chiemgauer Alpen meldete das Bayerische Landesumweltamt am Freitag Gefahrenstufe drei von fünf.

Auf der Zugspitze (2962 Meter) erwartet die Skifahrer eine mehr als vier Meter hohe Schneedecke. „Wir haben hier traumhafte Pistenbedingungen - ohne Lawinengefahr“, sagte ein Sprecher der Zugspitzbahn. Alle Bahnen seien in Betrieb. Das Saisonfinale sei für den 1. Mai geplant.

In den Skigebieten bei Garmisch-Partenkirchen musste wegen des warmen Wetters am Freitag die letzte noch offene Talabfahrt geschlossen werden. Am Berg seien Pisten und Abfahrten bei einer Schneehöhe von rund 1,60 Meter jedoch noch gut in Schuss. Bei passendem Wetter ist erst Ostermontag mit dem Skifahren Schluss.

Am Arber im Bayerischen Wald hingegen sind Talabfahrten weiterhin möglich. Bei rund einem Meter Schnee sind zwei von sechs Liften in Betrieb. „Damit sind alle Pisten noch erreichbar“, sagte Otto Stadler von den Arber-Bergbahnen. Am Freitag lagen die Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt und es gab Neuschnee. „Dank der niedrigeren Temperaturen ist der Schnee nun auch wieder ein wenig griffiger.“

Auch im Allgäu sind noch zahlreiche Lifte in Betrieb. In den höher gelegenen Skigebieten etwa bei Oberstdorf oder in den Hörnerdörfern im Oberallgäu sind auch noch Talabfahrten möglich, sagte Jörg Müller-Loennies, Projektleiter für Wintermarketing bei der Allgäu GmbH in Kempten. „Wer früh startet, findet noch erstaunlich gute Bedingungen vor. Da die Nächte kalt sind, sind die Pisten am Morgen richtig hart.“ Skifahrer und Snowboarder müssten im Frühjahr damit rechnen, dass der Schnee am Mittag weich wird. „Wir empfehlen daher, gleich mit der ersten Bergbahn hochzufahren, zwei bis drei Stunden Ski zu fahren und danach im Liegestuhl die Sonne zu genießen.“

Wenn es das Wetter zulässt, wollen die Liftbetreiber in den höher gelegenen Gebieten die Skilifte laut Müller-Loennies mindestens bis Ostermontag laufen lassen. Am 2224 Meter hohen Nebelhorn oberhalb von Oberstdorf soll der Betrieb sogar bis Anfang Mai weiter gehen. Dort liegen derzeit noch etwa 2,60 Meter Schnee, im Skigebiet Grasgehren am Riedberger Horn sind es noch 2,20 Meter.

In der fränkischen Rhön dagegen wurde der Winter schon verabschiedet. „Das wird auch nichts mehr. Teilweise wird hier schon die Sommerrodelbahn aufgebaut“, sagte Rhöntourismus-Geschäftsführer Roland Frormann. Die Rhön liegt im Dreiländereck Bayern, Thüringen und Hessen. Der höchste Punkt des Mittelgebirges ist die Wasserkuppe mit knapp 950 Metern.

Neuer Schnee in der Nacht auf Sonntag

Der Deutsche Wetterdienst kündigte für die Nacht zum Sonntag neuen Schnee an. „Eine Schneedecke ist bis ins Alpenvorland möglich“, sagte Meteorologe Jens Winninghoff. Im Freistaat werde es allmählich kühler. Während am Samstag im Nordenwesten Bayerns noch einmal bis zu 13 Grad Celsius möglich sind, sagt der Wetterdienst für den Sonntag nur noch 4 bis 9 Grad voraus. In Nacht zum Sonntag rechnen die Experten zudem verbreitet mit leichtem Frost.

Bei der frühlingshaften Witterung und den geänderten Pistenverhältnissen gibt's auch einiges zu beachten. Der DSV lieftert wertvolle Tipps:

dpa

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