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Ein Wanderer schaut nahe des Gipfels vom Riedberger Horn in Richtung des Skigebietes Grasgehren bei Obermaiselstein (Bayern).

Statement von Umweltpolitiker Göppel

Skischaukel-Aus am Riedberger Horn eine rein politische Entscheidung? 

Was trieb Markus Söder zu der Kehrtwende bezüglich Bau des umstrittenen Verbindungsliftes am Riedberger Horn? CSU-Umweltpolitiker Josef Göppel sieht keinen ökologischen Hintergrund.

München - Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich nach Ansicht des CSU-Politikers Josef Göppel aus rein politischen Erwägungen gegen den geplanten Verbindungslift am Riedberger Horn im Allgäu entschieden. „Ich kenne Markus Söder so, dass es eine politische Entscheidung ist“, sagte der Umweltpolitiker am Samstag dem Bayerischen Rundfunk. 

„Sein oberstes Prinzip ist, im Herbst ein gutes Ergebnis einzufahren - das ist völlig klar“, sagte Göppel mit Blick auf die Landtagswahl in Bayern. Wenn Söder „ökologische Glaubwürdigkeit wirklich erreichen will, muss er auch eine Kehrtwende vollziehen beim Flächenverbrauch in Bayern - und das steht noch aus“, sagte Göppel.

Skischaukel: Riedberger Horn hätten „riesige Schäden“ gedroht

Er begrüßte die Entscheidung gegen die sogenannte Skischaukel. Die Planungen hätten „riesige Schäden verursacht“. Dies hätten Söder vermutlich auch „gute Fachleute in der bayerischen Verwaltung“ klargemacht, sagte der Vorsitzende des Deutschen Verbands für Landschaftspflege. Gewinner seien nun die Allgäuer: Dass 20 Millionen Euro in die Region fließen, um naturverträglichen Tourismus aufzubauen, sei eine „riesige Chance“ für das Gebiet.

Söder hatte das Projekt am Freitag für mindestens die nächsten zehn Jahre ausgeschlossen. Zuvor hatte er mit den Bürgermeistern der betroffenen Gemeinden Balderschwang und Obermaiselstein und dem Oberallgäuer Landrat Anton Klotz (CSU) über das überraschende Aus des umstrittenen Projekts beraten.

dpa

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