Zugunglück an Bahnübergang in Penzberg: Eine tote Person, 30 verletzte Bahninsassen

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Tödlicher Unfall in Tirol

Vater und Sohn stürzen bei Skitour in den Tod

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Going - Es sollte eine Skitour bei strahlendem Wetter und vor einer malerischen Alpenkulisse werden. Doch dann ereignete sich eine Tragödie: Ein Vater und sein Sohn aus Bayern stürzten am Samstag in Tirol in den Tod.

Ab und zu spitzelt am Sonntag die Sonne durch, es ist der erste Frühlingstag, auch in Thalmässing im Landkreis Roth. Doch für viele der 5200 Einwohner des mittelfränkischen Ortes ist es ein düsterer Tag. Denn am Samstag sind zwei Mitglieder der Gemeinde in den Bergen tödlich verunglückt: Felix und sein Vater Peter.

Am Freitag war der 53-jährige Peter S. zusammen mit einem Spezl (38) aufgebrochen. Ihr Ziel: der Wilde Kaiser in Tirol. In Rosenheim hielten sie an, um Peters 22-jährigen Sohn mitzunehmen. Felix studiert dort Mechatronik. Sie übernachten im Alpengasthaus Griesner Alm. „Sie sind zeitig aufgebrochen“, sagt der Wirt gegenüber der tz. Das Ziel der drei war die Goinger Scharte. Ein Klassiker im Wilder-Kaiser-Gebirge, aber eine Tour für erfahrene Wintersportler. Das Trio aus Mittelfranken traute sie sich zu. Felix ist aktiver Triathlet, sein Vater Peter beim Skiverein des Ortes aktiv. „Es herrschten traumhafte Verhältnisse“, sagt der Hüttenwirt, aber er ergänzt: „Die Tour fahren eigentlich nur Einheimische.“

Gegen 7.30 Uhr stiegen Vater, Sohn und Freund zur Goinger Scharte (2080 Meter) auf. Wie die Polizei mitteilt, fuhren sie gegen 9.30 Uhr ab. Felix als Erster. „Vermutlich ist ihm bei der Abfahrt die Bindung aufgegangen und er stürzte“, schildert Martin Hautz von der Kitzbüheler Polizei das Unglück. Der 22-Jährige fällt über 200 Meter weit durch eine felsige Rinne. Sein Vater musste alles mit ansehen, wollte helfen und eilte sofort seinem verunglückten Sohn hinterher. Aber auch er verlor bei der Abfahrt das Gleichgewicht und stürzte ebenfalls in der Rinne rund 200 Meter weit nach unten.

Der Freund, der die Unglücksstelle nicht sehen konnte, fuhr zu den beiden und rief die Rettung. Drei Hubschrauber kamen, vier Alpinpolizisten und sieben Bergretter. Doch für Peter S. und seinen Sohn Felix kam die Hilfe zu spät. Sie konnten nur noch tot geborgen werden.

„Im ganzen Ort herrscht großes Entsetzen“, sagt ein Kollege von Peter S. aus dem Marktrat von Thalmässing. „Wir sind alle sprachlos und schwer erschüttert.“ Seit vielen Jahren saß der selbstständige Fliesenleger- und Kaminofenmeister im Gemeinderat. Viele im Ort kennen ihn und die Familie – sie wollen seiner Frau und dem zweiten Sohn Trost spenden in dieser schweren Zeit.

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