Markus Söder (l.) und Hubert Aiwanger gehen nebeneinander Treppen hinauf
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Hubert Aiwanger (r.) legt in der Impfdruck-Debatte mit Markus Söder nach. (Archivbild)

Zwei-Klassen-Gesellschaft befürchtet

Aiwanger legt in Impfdruck-Debatte mit Söder nach: „Wir werden reden müssen“

  • Katarina Amtmann
    VonKatarina Amtmann
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Die Impfdebatte zwischen Markus Söder und Hubert Aiwanger nimmt Fahrt auf. Bayerns Wirtschaftsminister legte nun nach - er sieht Redebedarf mit dem CSU-Chef.

München - Nächste Runde in der Debatte um Corona-Impfungen zwischen Markus Söder und Hubert Aiwanger. Bayerns Wirtschaftsminister legte nun nach: Er sehe Gesprächsbedarf mit CSU*-Chef Söder*, sagte Aiwanger am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. „Wir werden reden müssen.“

Impf-Debatte zwischen Söder und Aiwanger: Wirtschaftsminister legt nach

Bayerns Ministerpräsident hatte nach einer Kabinettssitzung am Dienstag unter anderem gesagt, er könne sich vorstellen, Tests* künftig nicht mehr kostenlos anzubieten - auch um den Anreiz, sich gegen Corona* impfen zu lassen, zu erhöhen. Söder hatte auch mehr Freiheiten für Geimpfte in Aussicht gestellt. „Ich glaube, der erste Ansatz, den wir dringend brauchen, ist mehr Freiheiten für Geimpfte“, sagte er. Dazu gehöre etwa der Wegfall von Quarantäne-Vorschriften für zweifach Geimpfte und „ab Herbst auf jeden Fall die Öffnung von Clubs und Nachtgastronomie“.

Aiwanger erklärte zwar, dass Impfen* ein wichtiger Baustein im Kampf gegen die Pandemie* sei - aber nicht der einzige. Es müsse auch das Thema Testen weiter verfolgt werden. „Also auch ein negativ Getesteter muss in die Disco dürfen“, betonte Aiwanger. Wenn man nur Geimpfte in eine Disco lasse und Ungeimpfte nicht, dann werde es zum Vorwurf der Zwei-Klassen-Gesellschaft kommen.

Aiwanger gegen Öffnungen nur für Geimpfte - „Zwei-Klassen-Gesellschaft“ befürchtet

„Apartheidiskussion“: Aiwanger fühlt sich missverstanden

Aiwanger hatte tags zuvor in diesem Zusammenhang vor einer „Apartheidsdiskussion“ gewarnt, fühlt sich aber bei der Kritik an seiner Wortwahl missverstanden. „Ich habe davor gewarnt, dass wir durch eine unüberlegte Vorgehensweise in der Impfpolitik den Impfgegnern Munition liefern und in eine Apartheidsdiskussion geraten.“ Er habe damit nicht sagen wollen, dass Unterschiede zwischen Geimpften und Nichtgeimpften mit der Apartheid verglichen werden könnten. (kam/dpa) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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