Sonderweg im Freistaat

Bayern verzeichnet einen Impf-Rekord - Holetschek überzeugt: „Wir sind auf dem richtigen Weg“

  • Marion Neumann
    vonMarion Neumann
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Bereits ein Viertel der Menschen in Bayern wurde bereits einmal gegen das Coronavirus geimpft. Außerdem wurde ein Tageshöchstrekord verzeichnet. Alles News im Ticker.

  • Corona* in Bayern: Das Kabinett beriet an diesem Dienstag (27. April) zum weiteren Vorgehen.
  • Markus Söder äußerte sich im Anschluss (Update vom 27. April, 13.30 Uhr) an die Beratungen auf einer Pressekonferenz.
  • Bereits ein Viertel der Menschen in Bayern haben bereits eine Erstimpfung gegen das Coronavirus erhalten. (siehe Update vom 28. April, 17.35 Uhr).

+++ Dieser News-Ticker ist beendet. Die Fortsetzung finden Sie hier.+++

Update vom 29. April, 6.03 Uhr: Die Stadt Hof hat die höchste Inzidenz im Freistaat. Mit einem Wert von 296,8 belegt sie deutschlandweit den siebten Platz. Die Landkreise Rottal-Inn (290,5) und Dingolfing-Landau (285,5) folgen auf Platz neun und elf. Die Inzidenz in der Landeshauptstadt München beträgt 131,6 (Vortag: 130,3). Für ganz Bayern meldet das RKI einen Wert von 161,0.

Update vom 28. April, 20.03 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54) hat sich gegen das Coronavirus impfen lassen. Der CSU-Chef sei bereits in der vergangenen Woche von seinem Hausarzt in Nürnberg geimpft worden, sagte am Mittwoch eine Sprecherin der Staatsregierung auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in München. Söder hatte bereits in den vergangenen Monaten immer wieder darauf hingewiesen, er werde sich impfen lassen, sobald dies nach der Impfverordnung möglich sei.

Die Mitglieder der bayerischen Staatsregierung gehören laut der Impfpriorisierung des Bundes als Verfassungsorgan zur Prioritätengruppe 3. Da diese Gruppe in Nürnberg bereits zu Impfungen geladen wird, konnte sich auch Söder eine Spritze mit dem zum damaligen Zeitpunkt in der Praxis vorrätigen Präparat des Herstellers Biontech verabreichen lassen.

Söder ist nach Angaben der Staatsregierung nicht der einzige in der Staatsregierung, der bereits eine erste Impfung erhalten hat. Demnach wurden auch Innenminister Joachim Herrmann (64) samt seines Staatssekretärs Gerhard Eck (61), Sozialministerin Carolina Trautner (59), Agrarministerin Michaela Kaniber (43), Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, alle CSU) bereits geimpft. Von den Freien Wählern ist es dagegen bisher nur Kultusminister Michael Piazolo (61).

Bayern verzeichnet einen Impf-Rekord - Holetschek überzeugt: „Wir sind auf dem richtigen Weg“

Update vom 28. April, 17.35 Uhr: Mehr als ein Viertel der Menschen in Bayern ist bereits mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft worden. Das teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. Demnach haben inzwischen 25,5 Prozent der Bevölkerung im Freistaat eine Impfung erhalten. Rund sieben Prozent sind mit der Zweitimpfung bereits vollständig geimpft.

Einen weiteren Erfolg konnten die Bayern bei den Impfungen pro Tag verzeichnen: Mit 130.339 Impfungen am Dienstag, 27. April, wurden an einem Tag mehr Menschen in Bayern gegen Corona geimpft als jemals zuvor. 72.877 der Dosen des Tageshöchstwerts wurden dabei über Impfungen in Arztpraxen verabreicht - mehr als die Hälfte.

Im Schnitt würden im Freistaat täglich nun rund 64.000 Menschen geimpft, sagte Holetschek. „Das zeigt: Wir sind auf dem richtigen Weg.“ Weitere rund drei Millionen Menschen haben demnach zudem Impftermine in den bayerischen Impfzentren und Krankenhäusern erhalten. Dazu kommen Impftermine in Haus- und Facharztpraxen.

Außengastro, Sport, Kultur öffnen! FDP schießt gegen Söders Corona-Regelungen

Update vom 28. April, 15.14 Uhr: Außengastronomie öffnen, Kulturveranstaltungen und Sport unter freiem Himmel, gelockerte Kontaktbeschränkungen und Abschaffung der Ausgangssperre: Die FDP im Landtag fordert einen Paradigmenwechsel in Bayerns Corona-Politik. „Anstatt den Menschen Aktivitäten an der frischen Luft zu verbieten, sollte die Politik sie dazu ermuntern.“ Das sagte FDP-Fraktionschef Martin Hagen der Deutschen Presse-Agentur in München. In der aktuellen Pandemie lauere die eigentliche Gefahr für die Menschen in geschlossenen Räumen.

Der Politiker kritisierte, dass die Staatsregierung wissenschaftliche Erkenntnisse wie jene der Gesellschaft für Aerosolforschung zum geringen Infektionsrisiko im Freien ignoriere. „Die geltenden Corona-Regeln haben zu einer Verdrängung sozialer Kontakte in den privaten Raum geführt, der sich staatlicher Kontrolle entzieht. Wir wollen, dass sich die Menschen wieder verstärkt an der frischen Luft treffen statt in Privatwohnungen“, betonte Hagen.

Corona in Bayern: Bundeswehrärzte impfen in Betrieben im Landkreis Hof

Update vom 28. April, 14.51 Uhr: In Betrieben im Corona-Hotspot Landkreis Hof impfen nun auch Bundeswehrärzte die Beschäftigen gegen Corona. Mit Unterstützung der Bundeswehr könnten in der oberfränkischen Grenzregion 2000 Impfdosen pro Woche mehr verimpft werden. Das sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek am Dienstag bei einem Besuch eines Unternehmens in Schwarzenbach an der Saale.

Zunächst sollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der 20 größten Unternehmen in Stadt und Landkreis mit einem Sonderkontingent Impfstoff geimpft werden. Immer mehr jüngere Menschen, die berufstätig seien, erkrankten schwer an Covid-19, sagte Holetschek weiter. „Mit den Impfungen in Betrieben wollen wir genau da gegensteuern.“

Stadt und Landkreis Hof haben seit Wochen hohe Infektionszahlen. Nur mit einem verstärkten Impfen könne diese Situation gemeistert werden, wie Landrat Oliver Bär sagte. „Mit einer aktuellen Impfquote von 36,3 sind wir auf einem guten Weg zur Immunisierung.“

Tschentscher kritisiert Söders Impf-Vorstoß: „noch nicht genug Impfstoff da“

Update vom 28. April, 10.26 Uhr: Die Länderchefs haben sich vorgenommen, die Impfpriorisierung zu lockern - voraussichtlich ab Juni. Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher sieht darin aber nicht den großen Wurf, schließlich agiere man jedenfalls in Hamburg schon heute flexibel. Allerdings könne man nur verimpfen, was vorhanden sei. „Sobald Termine nicht mehr angenommen werden, öffnen wir die nächste Priorisierungsstufe,” sagte er im ZDF-Talk von Markus Lanz. Von Söders Vorstoß*, die Priorisierung in Bayern schon jetzt aufzuheben, hält er nichts: „Wenn zu einem Zeitpunkt, wo noch nicht genug Impfstoff da ist, gesagt wird ‚Jetzt heben wir die Priorisierung auf‘, dann haben ja alle das Gefühl, sie bekommen jetzt schneller Impfstoff. Aber es ist noch nicht genug Impfstoff da.”

München bald vor Corona-Lockerungen? Inzidenz sinkt stark ab

Update vom 28. April, 9.34 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Bayern ist gesunken (siehe Update von 6.17 Uhr). Das gilt auch für die Landeshauptstadt - dort ist ein Abwärtstrend erkennbar. Am Mittwoch meldete das Robert-Koch-Institut für München einen Wert von 130,3 (Stand 3.09 Uhr). Am Vortag lag die Inzidenz bei 140,8, am Montag bei 146,8.

Corona in Bayern: Impriorisierung soll aufgehoben werden - Söder verteidigt Entscheidung

Update vom 28. April, 9.13 Uhr: Markus Söder hat die Entscheidung verteidigt, die Impfpriorisierung in Bayern schon im Mai aufheben zu wollen. Man impfe im Freistaat aktuell bereits Risikogruppe drei, wie der CSU-Chef laut Bild beim Verein Berliner Kaufleute und Intellektueller (VBKI) sagte. Deshalb würden im Mai sowohl die Impfung von Familien als auch in Betrieben in den Vordergrund rücken, fügte Bayerns Ministerpräsident hinzu.

Corona in Bayern: Sieben-Tage-Inzidenz sinkt

Update vom 28. April, 6.17 Uhr: In Bayern wurden laut RKI für den gestrigen Dienstag 3430 Neuinfektionen und 27 neue Todesfälle mit dem Coronavirus gemeldet (Stand 28. April, 3.09 Uhr). Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 162,9 und ist somit im Vergleich zum Vortag (173,7) deutlich gesunken. Im deutschlandweiten Vergleich liegt Bayern damit jedoch weiterhin auf Platz 7 aller Bundesländer. Der Bundesdurchschnitt der 7-Tage-Inzidenz liegt bei 160,6 und ist somit ebenfalls gesunken (167,6).

Der Landkreis mit dem höchsten Infektionsgeschehen ist weiterhin der Landkreis Haßberge in Unterfranken mit einer Inzidenz von 305,7, was eine klare Verbesserung zum Vortag (334,2) darstellt. Direkt dahinter legt die Stadt Hof mit 305,5. Am niedrigsten ist die Inzidenz im Landkreis Tirschenreuth mit 70,8 (Vortag: 81,9). Die niedrigste Inzidenz rund um die Landeshauptstadt München weist derzeit der Landkreis Starnberg mit einer Inzidenz von 79,8 (Vortag: 86,3) auf.

Update vom 27. April, 19.51 Uhr: Noch in dieser Woche soll in Bayern das Impfen in den Betrieben starten. Das sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Dienstag. „Gemeinsam mit der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) haben wir eine ausgewogene Auswahl getroffen mit unterschiedlich großen Betrieben aus Hochinzidenzgebieten und aus allen Regierungsbezirken sowie unterschiedlichen Branchen.“ In Deutschland soll das Impfen in Unternehmen erst im Juni beginnen.

Mit dabei bei dem Impfprojekt sind folgende Firmen: Arvena Hotel in Nürnberg*, BayWa Münchberg, Brückner Maschinenbau in Siegsdorf, die Fränkischen Rohrwerke in Königsberg, Jopp Automotive in Bad Neustadt, Magnet-Schultz in Memmingen, Mann + Hummel in Marklkofen, Novartis Pharma in Nürnberg, Siemens-Werk in Cham sowie Wacker Chemie in Burghausen. Für das Modellprojekt werden rund 50.000 Impfdosen unterschiedlicher Hersteller bereitgestellt.

Das zusammen mit der vbw entwickelte Stufenkonzept sehe vor, dass anschließend sukzessive weitere Unternehmen in den Impfbetrieb eingebunden werden sollen. „Die Planungen für Modellprojekte für Impfungen sind bei den bayerischen Unternehmen auf eine breite und sehr positive Resonanz gestoßen. Denn viele Unternehmen haben bereits mit großem Engagement individuelle Impfkonzepte für ihre Betriebe entwickelt“, betonte Holetschek. Bei der Auswahl sei es vor allem wichtig gewesen, solchen Firmen und Unternehmen ein erstes Impfangebot zu machen, die auf eine Tätigkeit in Präsenz angewiesen seien und Homeoffice nicht oder nur eingeschränkt umsetzen könnten.

Corona-Impfreihenfolge soll bald aufgehoben werden

Update vom 27. April, 14.40 Uhr: In Bayern ändert sich einiges. Auf der Pressekonferenz (Live-Ticker zum Nachlesen siehe unten) verkündeten Markus Söder, Klaus Holetschek und Hubert Aiwanger die neuen Beschlüsse. Das Wichtigste noch einmal zusammengefasst: Die Impf-Priorisierung wird bald aufgehoben, vollständig Geimpfte werden in Bayern bereits ab diesen Mittwoch negativ mit Corona-Getesteten gleichgestellt (siehe Updates 13.37 Uhr und 13.42 Uhr).

Zudem dürfen Blumenläden, Gartenmärkte, Gärtnereien und Buchhandlungen unabhängig von der Inzidenz wieder öffnen. Außenbereiche zoologischer und botanischer Gärten dürfen auch oberhalb einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 unter Auflagen öffnen, etwa mit einem negativen Corona-Test. (siehe Update 13.47 Uhr). Die strikte nächtliche Ausgangsbeschränkung dagegen bleibt, ebenso wie die Inzidenz-Regel zur Schulöffnung (siehe Update 13.35 Uhr).

„Müssen anpassen“: Söder verkündet Corona-Sonderweg in Bayern - Pressekonfererenz im Ticker

14.17 Uhr: Die Pressekonferenz ist nun beendet.

14.07 Uhr: „Jede Maßnahme ist eine Einschränkung - und fällt uns allen schwer“, sagt Söder. Auch er selbst würde sich über Treffen und Biergarten-Besuche freuen. Doch zu schnelle Öffnungen hätten immer Rückschläge zur Folge gehabt.

13.59 Uhr: Ladengeschäfte und Gartenmärkte sollen inzidenzunabhängig öffnen, wird nun noch einmal betont. Auch die Schule ist noch einmal Thema. „Hier sollte man auf der sicheren Seite bleiben“, sagt Holetschek. Man solle vorsichtiger bleiben. „Testen alleine hilft nicht“, ergänzt Söder. Der Inzidenz-Wert 165 war ein „Kompromisswert auf Bundesebene“.

Corona in Bayern: Söders nächster Sonderweg - Auch neue Regeln für Geimpfte kommen

13.56 Uhr: Es folgen die Fragen der Journalisten. Themen wie die Impfpriorisierung und Freiheiten für Geimpfte würden noch die ganze Bundesrepublik beschäftigen, sagt Söder dabei.

13.52 Uhr: Gesundheitsminister Klaus Holetschek spricht nun noch einmal über die Impfungen. Man müsse bei den Priorisierungen „flexibel und pragmatisch“ vorgehen.

13.51 Uhr: „Ich bin kein Freund der Bundes-Notbremse“, sagt Aiwanger. Er kritisiert den „Automatismus“ der Notbremse. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Regelung unkorrigiert lange so bleibt“, sagt er und spielt auf die eingereichte Klage beim Bundesverfassungsgericht an. Beim Thema „Tourismus“ müsse man abwarten, „wie viele Landkreise man bis Pfingsten bei über 100 habe“.

Im Video: Die gesamte Pressekonferenz mit Markus Söder im Stream

13.47 Uhr: Nun spricht Hubert Aiwanger. Gartenmärkte und Buchhandlungen, Handwerk mit Ladengeschäften und körperferne Dienstleistungen sollen wieder öffnen dürfen. Ebenso Zoos und botanische Gärten bei einer Inzidenz unter 100 - aber „mit Tests“, betont Aiwanger. Bis zu fünf Kinder unter 14 Jahren dürfen außerdem gemeinsam Sport treiben, dafür brauchen die Kinder keine Tests. Dass zweimal Geimpfte künftig keine Tests mehr brauchen würden, werde künftig außerdem die Wirtschaft ankurbeln, hofft er.

13.45 Uhr: Gibt es an Pfingsten neue Öffnungen? Aktuell bleibe das Notbremsen-Modell erhalten. Alle Beschlüsse seien einstimmig beschlossen worden, so Söder.

Neue Corona-Regeln in Bayern: Ausgangssperre bleibt scharf, Lockerungen für Geimpfte

13.42 Uhr: Mehr Rechte für zweifach Geimpfte sei auf lange Sicht „selbstverständlich“. Das sei „kein Luxus“, sondern stehe den Bürgern zu. „Es ist natürlich auch ein Anreiz, sich impfen zu lassen“, sagt Söder. Ab dem morgigen Mittwoch müssen zweimal Geimpfte deshalb keine Tests mehr vorliegen. Auch die Einreise- und Kontaktquarantäne fällt für zweimal Geimpfte weg. „Die Rechte bedeuten keinen Anspruch auf Öffnungen. Aber die Grundrechte werden, wo möglich, wieder hergestellt.“ Die Maskenpflicht bleibe weiter erhalten. „Der Mai wird ein hellerer Monat werden. Im Juni kommen wir in eine bessere Lage.“

13.37 Uhr: Nun spricht Söder übers Impfen. „Wir liegen relativ gut“, sagt er. Mit den Hausärzten habe sich die Geschwindigkeit beim Impfen erhöht. Der Impf-Plan sei nun angepasst worden. Bis Mitte oder Ende Mai solle ohne Prioritäts-Vorgabe „jeder geimpft werden können, der will“ - sprich: Söder will die Priorisierung in Bayern noch vor der Bundes-Entscheidung aufweichen. Der Schwerpunkt liege dabei bei Betrieben und Familien, erklärt er. Impfzentren sollen bleiben. „Termine bleiben bestehen und werden abgearbeitet.“ Den Ärzten solle künftig aber eine größere Menge an Impfstoff gegeben werden. Ärzte sollen „jedem, der kommt, ein Angebot machen“. So wolle man durch „keine Prio mehr“ einen „neuen Schwung reinbringen“, so Söder. Im Juni soll bewusst ein Angebot für junge Menschen gemacht werden. „Wir wollen dann die Abschlussklassen impfen, insbesondere Abiturienten und berufliche Abschlussklassen“, sagte Söder. „Wir müssen auch Signale setzen für die junge Generation“.

13.35 Uhr: Man habe ein gemeinsames Ergebnis gefunden. Bei Schule bleibe man bei Distanzunterricht ab 100, so Söder. „Wir bleiben bei der Schule lieber bei der Schutzfunktion.“ Inzidenzunabhängig wolle man die Notbremse bei Geschäften künftig handhaben. Auch für Zoos und botanische Gärten sollen neue Regeln gelten - und das alles schon ab dem morgigen Mittwoch.

In Bayern bleibe es aber bei der strikteren Auslegung der nächtlichen Ausgangsbeschränkung in Corona-Hotspots. Die Bundes-Notbremse sieht eigentlich vor, dass Personen in Hotspots ab einer 100er-Inzidenz nach 22 Uhr bis Mitternacht noch alleine vor die Tür dürfen, etwa um zu joggen. Dies bleibt in Bayern verboten. Söder fürchtet Ausreden der Menschen und damit einhergehende Unkontrollierbarkeit der Verstöße.

13.30 Uhr: Die Pressekonferenz nach der Sitzung des bayerischen Kabinetts beginnt. Söder tritt vor die Presse. Die Zahlen in Bayern seien weiter hoch, beginnt er. Man dürfe sich nicht zurücklehnen - müsse aber Anpassungen vornehmen. Bei der Notbremse müsse man anpassen.

13.25 Uhr: In wenigen Minuten soll die Pressekonferenz mit Markus Söder beginnen.

Update vom 27. April, 13.06 Uhr: Die Spannung steigt. Ändert Bayern seinen Kurs in der Corona-Politik? Die Pressekonferenz sehen Sie ab 13.30 Uhr hier im Live-Stream.

Corona-Kurswechsel für Bayern? Schulen und Impfen im Fokus - Söder äußert auf Pressekonferenz hier live

Update vom 27. April, 12.35 Uhr: Wie soll die Bundes-Notbremse künftig in Bayern umgesetzt werden? Darüber diskutiert aktuell das bayerische Kabinett. CSU und Freie Wähler werden eine Einigung finden müssen - die Meinungen gehen unter anderem beim Thema „Schule“ auseinander (siehe Erstmeldung).

Die Ergebnisse der Beratungen sollen ab 13.30 Uhr auf einer Pressekonferenz mit Ministerpräsident Markus Söder verkündet werden. Auch rund um die Corona-Impfungen* könnte es nach der Sitzung Neuigkeiten geben. Söder nahm am Montag (26. April) am Impfgipfel mit der Kanzlerin teil.

Corona in Bayern: Kabinett tagt - Pressekonferenz mit Markus Söder angekündigt

Update vom 27. April, 12.10 Uhr: Aktuell tagt das bayerische Kabinett zum Thema Corona. Um 13.30 Uhr ist dann eine Pressekonferenz angesetzt (siehe Erstmeldung), die sie hier im Live-Stream und Ticker verfolgen können.

Unterdessen sorgt eine Impf-Aktion für Lehrer und Erzieher in der Stadt München für Aufsehen. Die Sonderaktion fand nicht genügend Anklang und wurde deshalb wieder beendet. Auch das Thema „Oktoberfest 2021“ beschäftigt München aktuell. Der Wiesn droht wegen Corona erneut die Absage - OB Reiter plant deshalb zeitnah ein Treffen mit Ministerpräsident Söder.

Corona-Kurswechsel für Bayern? Söder äußert sich nach Impfgipfel - Pressekonferenz hier live

Erstmeldung vom 27. April, 11 Uhr: München - Mehr Tempo bei den Corona-Impfungen* und eine frühere Aufhebung der Priorisierungen: diese Wünsche äußerte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder nach dem Impfgipfel am Montag (26. April).

„Vollgas fürs Impfen“ - das brauche es jetzt, so Söder nach der Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel weiter. Wie der Freistaat das Tempo bei den Impfungen erhöhen will, ist nun wohl am heutigen Dienstag (27. April) im bayerischen Kabinett Thema.

Corona in Bayern: Kabinett berät sich nach Impfgipfel - Vorschlag von Piazolo als Streitthema

Ab 11 Uhr wird das Kabinett über die Ergebnisse des Impfgipfels von Bund und Ländern am Montag sowie der weitere Kurs in der Corona*-Politik in Bayern beraten. Dass es dabei gänzlich harmonisch zugeht, ist unwahrscheinlich. In den vergangenen Tagen hatten die Freien Wähler wiederholt eine Abkehr von Auflagen in der bayerischen Infektionsschutzverordnung gefordert und in Bayern die Umsetzung von lockereren Vorgaben aus der Bundes-Notbremse angemahnt.

Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) hatte am Montag (26. April) mit einem Vorschlag bei den anderen Parteien für Unmut gesorgt. Gegen seine Forderung, Schulen weiter zu öffnen und einen höheren Inzidenzwert für den Distanzunterricht anzusetzen, legte nicht nur die CSU ein Veto ein*.

Im Video: Mehr Rechte für Corona-Geimpfte? Söder für Lockerungen

Corona-Kurs in Bayern: Pressekonferenz mit Markus Söder, Klaus Holetschek und Hubert Aiwanger

Bis 13.30 Uhr sollten dann allerdings alle Unstimmigkeiten in der Koalition geklärt sein. Ministerpräsident Markus Söder wird dann für eine Pressekonferenz mit Gesundheitsminister Klaus Holetschek und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger vor die Kameras treten. Die Pressekonferenz können Sie hier im Live-Stream und Live-Ticker verfolgen. (nema mit dpa) (*Merkur.de/bayern und 24.hamburg.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA)

Während über den weiteren Corona-Kurs für Bayern noch diskutiert wird, steht eine Entscheidung offenbar schon fest. Es geht um die Wiesn in München - Oberbürgermeister Reiter gab ein bitteres Statement ab.

Rubriklistenbild: © Peter Kneffel/dpa/dpa-Bildfunk

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