Corona-News-Ticker für Bayern

München reißt 100er-Inzidenz und erwartet Notbremse - Astrazeneca-Impfstopp sorgt für Verunsicherung bei Polizei

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Die Stadt München hat die Inzidenz von 100 erreicht. Nun droht die Notbremse. Vor den Ostertagen stoßen viele Testzentren an ihre Grenzen. Alle News im Ticker.

  • Am Dienstagabend haben Markus Söder mit Angela Merkel beim Krisen-Impf*-Gipfel mit allen Ministerpräsidenten.
  • Vor Ostern sind die Testzentren in Bayern schwer gefragt (siehe Update vom 31. März, 6.54 Uhr).
  • München überschritt am Mittwoch die 100er-Inzidenz (siehe Update vom 31. März, 6.54 Uhr).

+++ Dieser News-Ticker ist beendet. Die Fortsetzung finden Sie hier.+++

Update vom 31. März, 11.30 Uhr: Der vorläufige Impfstopp bei Astrazeneca für unter 60-Jährige schlägt auch bei der bayerischen Polizei hohe Wellen. „Klar, das sorgt für große Verunsicherung. Gerade in den nächsten Tagen waren große Impfdurchgänge angesetzt“, sagte der Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Jürgen Köhnlein, am Mittwoch auf Anfrage. Ohne die neuen Regelungen zu Astrazeneca hätten bis Mitte April alle impfwilligen Beamten ihre erste Spritze erhalten haben sollen.

Wie es nun mit den Impfungen der Polizeikräfte weitergeht, blieb zunächst offen. Köhnlein berichtete von sehr breitgefächerten ersten Reaktionen seiner Kollegen: „Von absoluter Freiwilligkeit zur Zweitimpfung auch mit dem aktuellen Wissen bis hin zu Zurückhaltung ist alles dabei.“ Am Vortag waren die Impfungen mit dem Präparat von Astrazeneca für unter 60-Jährige vorläufig ausgesetzt worden.

Holetschek: Impfstart in Praxen vor Ostern „wichtiges Signal“

Update vom 31. März, 11.12 Uhr: Mit dem Impfstart bei Hausärzten in Bayern am Mittwoch soll das Impfen gegen das Coronavirus erheblich beschleunigt werden. „Wir haben alles dafür getan, um noch vor Ostern mit den Impfungen bei den Hausärzten durchzustarten. Das ist ein wichtiges Signal“, betonte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek. Er besuchte zum Impfstart eine Arztpraxis in München.

Trotz der Unwägbarkeiten um den Impfstoff Astrazeneca begannen demnach 1635 Praxen mit dem Impfen. Jede Praxis habe im Schnitt 20 Impfdosen erhalten, erklärte Holetschek in einer Pressemitteilung. „Es ist zwar nur eine kleine Menge, aber damit können wir schon jetzt in den nächsten Gang schalten.“ Nach Ostern sollen rund 8500 Praxen Impfstoff von den Apotheken und vom Großhandel erhalten.

„Wir werden zunächst denjenigen Patientinnen und Patienten ein Impfangebot machen, die aufgrund ihres Alters oder ihrer Vorerkrankungen zu den vulnerablen Gruppen gehören“, teilte Wolfgang Ritter vom Vorstand des Bayerischen Hausärzteverbandes mit. „Aber jeder, der sich impfen lassen will, wird diesen Schutz zeitnah bekommen.“

München reißt 100er-Inzidenz und erwartet Notbremse - Testzentren vor Ostertagen voll

Update vom 31. März, 6.54 Uhr: Die bayerische Landeshauptstadt München hat die Sieben-Tage-Inzidenz von 100 nun erreicht. Wie das RKI am Mittwochmorgen (31.03., 3 Uhr) angibt, liegt die Inzidenz in der bayerischen Landeshauptstadt nun bei 100,2. Am Dienstag hatte sie bei 97,4 gelegen. Liegt die Inzidenz nun auch am Donnerstag und am Freitag über 100, so tritt ab Samstag in München die von Bund und Ländern beschlossene Notbremse in Kraft. Dann muss auch in der Landeshauptstadt wieder mit verschärften Maßnahmen gerechnet werden - unter anderem einer Ausgangssperre zwischen 22 Uhr und 5 Uhr, für alle Personen ohne „triftigen Grund“.

Corona-Testzentren in Bayern: Auslastung vor Ostertagen groß - Kommunen verweisen auf Apotheken

In vielen kommunalen Testzentren Bayerns ist die Nachfrage nach Corona-Tests vor den Osterfeiertagen groß. In Münchens Station auf der Theresienwiese waren schon am Dienstag keine Termine mehr für eine PCR-Testung vor dem Wochenende verfügbar. Wegen der erhöhten Nachfrage habe man die Testkapazität bis zum Ende der Osterferien um 20 Prozent auf 1800 PCR-Tests pro Werktag gesteigert, sagte ein Sprecher des Münchner Gesundheitsreferats. Am Wochenende seien es rund 600 Tests täglich. Auch in Augsburg, Nürnberg und Regensburg ist die Situation ähnlich.

Mehrere Kommunen verwiesen wegen des großen Andrangs bei den Testzentren auf Schnelltests in privaten Testzentren und in vielen bayerischen Apotheken. Nach Angaben des Bayerischen Apothekerverbands (BAV) bieten inzwischen mehr als 800 Betriebe im Freistaat Antigen-Schnelltests an. Diese stünden auch ausreichend zur Verfügung, sagte eine BAV Sprecherin.

Update vom 30. März, 21.55 Uhr: Zusammenfassend - Astrazeneca wird erstmal nicht weiter an unter 60-Jährige in den Impfzentren verimpft. An über 60-Jährige schon. Die könnten jetzt sogar schneller zur Impfung kommen. Inklusive Angela Merkel übrigens, die ja über 60 ist, wie einem gewitzten Journalisten gerade bei der PK aufgefallen ist. Sie wird sich auch impfen lassen, hat sie gerade bestätigt, „wenn ich dran bin“.

Corona in Bayern: Lässt Söder Astrazeneca weiterimpfen?

Söder hat ja schon vor dem Gipfel gesagt, er würde gerne die Hausärzte weiter mit Astrazeneca impfen lassen. Richtiger ausgedrückt: Die Hausärzte irgendwann mal mit Astrazeneca impfen lassen, wenn sie denn irgendwann Impfstoff in ausreichender Menge bekämen. Spannend, wie genau Bayern diese Idee jetzt ausbauen will.

Astrazeneca-Krise: Was passiert mit den 2,2 Millionen Erstgeimpften?

Update vom 30. März, 21.40 Uhr: Angela Merkel und Jens Spahn verkünden aktuell den Impfstopp für Astrazeneca bei allen Menschen unter 60. Bayern wird das wohl genauso auch umsetzen. 2,2 Millionen Menschen unter 60 haben bereits eine Erstimpfung bekommen. Spahn will das mit den Experten zügig erläutern, wie das gelöst werden soll. Maximal 12 Wochen kann der Zeitraum zwischen Erst- und Zweitimpfung betragen. Damit müssten die ersten, in Deutschland Astrazeneca-Geimpften spätestens Anfang Mai eine Zweitimpfung bekommen.

Update vom 30. März, 21.29 Uhr: Der Krisen-Gifpel dauert an. Markus Söder würde gerne durchsetzen, dass es keinen generellen Impfstopp für Astrazeneca gibt und es den Hausärzten überlassen, wen sie damit impfen lassen würden.

Update vom 30. März, 21.10 Uhr: Wie lange die Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) dauert, vermag aus Erfahrung wirklich keiner sagen. Allerdings soll es laut Söder dabei jetzt wirklich nur um Astrazeneca gehen. Eine Pressekonferenz ist zumindest für etwa ab 21.15 Uhr geplant. Während der MPK jedenfalls soll Söder seine Forderung, Hausärzte sollten Astrazeneca weiter verimpfen, nochmals bekräftigt haben.

Astrazeneca-Impfstopp in Bayern: Söder mit Statement

Update vom 30. März, 20.39 Uhr: In diesen Minuten startet offenbar die Ministerpräsidentenkonferenz zur Astrazeneca-Krise mit Angela Merkel, Markus Söder und allen anderen. Davor hatte er noch Zeit für ein kurzes Interview mit dem BR. „Toll ist die ganze Entwicklung nicht“, sagt er darin. „Trotzdem bleibt es ein wirksamer Impfstoff.“ Man müsse man doch sehr genau überlegen, ob man jetzt bei Astrazeneca einen kategorischen Stopp verordne, oder es nicht eine flexiblere Lösung geben könnte. Beispielsweise, „ob die Astrazeneca-Impfstoffe nicht über die Hausärzte verimpft werden können. Denn die haben die beste Einschätzung darüber, ob es gefährlich sein könnte oder nicht.“

Astrazeneca-Krise löst Impfstopp aus - Gipfel im Kanzleramt geplant

Update vom 30. März, 19.55 Uhr: Nach Informationen der Deutschen Presseagentur haben die Gesundheitsminister beschlossen, die Astrazeneca-Impfungen für Menschen unter 60 Jahren auszusetzen. Was mit den Menschen wird, die auf ihre Zweitimpfung warten, ist weiter völlig offen. Offenbar können sich Menschen auch unter 60 Jahren weiter mit Astrazeneca impfen lassen, „nach ärztlichem Ermessen und bei individueller Risikoanalyse nach sorgfältiger Aufklärung“. Aktuell laufen die Beratungen zwischen den Ministerpräsidenten und Angela Merkel zum Impfstopp. Die Pressekonferenz, die in gegen 21.15 Uhr beginnen soll, gibt hoffentlich mehr Klarheit.

Update vom 30. März, 18.33 Uhr: Nun ist es offiziell. Die Stiko empfiehlt einen Impfstopp mit Astrazeneca für alle Menschen unter 60 Jahren. Wer bereits eine Erstimpfung mit Astrazeneca erhalten hat, soll von der Stiko noch bis Ende April eine Empfehlung bekommen. Spannend wird nun sein, ob Söder für Bayern mitzieht. Bisher allerdings haben sich die Länderchefs immer an die Stiko-Empfehlungen gehalten.

Update vom 30. März, 18.01 Uhr: In diesen Minuten beraten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern über das weitere Vorgehen bei Astrazeneca. Danach setzen sich nochmal kurz die Ministerpräsidenten und Angela Merkel zusammen. Aktuell ist davon auszugehen, dass die Impfungen gestoppt werden. Nach Medienberichten empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) Astrazeneca für Menschen unter 60 Jahren zu stoppen. Dies ist allerdings noch nicht offiziell bestätigt.

Update vom 30. März, 17.22 Uhr: Nun zieht auch der Landkreis München nach. Auch hier werden ab sofort alle Impfungen mit Astrazeneca für Menschen unter 60 abgesagt.

Update vom 30. März, 15.06 Uhr: Nach dem vorläufigen Astrazeneca-Impfstopp für Münchner unter 60 Jahren hat sich inzwischen auch Markus Söder zu Wort gemeldet. Angesichts der Turbulenzen um den Impfstoff habe er vorgeschlagen, die Impfreihenfolge für das Vakzin komplett auszulösen. „Irgendwann wird man bei Astrazeneca speziell mit sehr viel Freiheit operieren müssen und sagen müssen: Wer will und wer es sich traut, der soll auch die Möglichkeit haben“, so Söder am Dienstag in München.

Astrazeneca-Impfstopp in München: Söder schlägt Auslösung von Impfreihenfolge vor

Der Impfstoff funktioniere nicht so, wie die meisten gehofft hätten, gesteht der Ministerpräsident. „Bei Astrazeneca ist ja jeden Tag irgendein neues Problem zu erwarten. Und das spürt man auch ehrlicherweise in der Wahrnehmung draußen.“

Update vom 30. März, 14.44 Uhr: Erst seit wenigen Tagen darf in Deutschland wieder mit Astrazeneca geimpft werden. Doch nach weiteren Fällen von Hirnvenenthrombosen hat heute Berlin, als erstes Bundesland, Astrazeneca-Impfungen für Personen unter 60 Jahren vorerst ausgesetzt. Jetzt zieht auch die bayerische Landeshauptstadt nach.

Astrazeneca: Keine Impfungen für Münchner unter 60 Jahren - vor allem Impfzentrum und Isar-Klinikum betroffen

„Bis die Frage möglicher Impfkomplikationen geklärt ist, werden die Impfungen mit Astrazeneca für Personen unter 60 Jahren vorsorglich ausgesetzt“, darüber informiert aktuell die Stadt München. Aus der Mitteilung geht hervor: In erster Linie betrifft diese Entscheidung die geplanten Impfungen im Impfzentrum und am Isar-Klinikum. In den Alten- und Servicezentren sollen die Impfungen aber fortgesetzt werden.

12.37 Uhr: Markus Söder ruft Bund und Länder angesichts schnell steigender Zahlen zu einheitlichen, strikten Anti-Corona-Maßnahmen auf. Konkret forderte der CSU-Chef unter anderem, dass in Hotspots dringend die vereinbarte Notbremse auch mit Ausgangsbeschränkungen gerade über Ostern gelten müsse. Das Verschieben oder Erhöhen der Schwelle für die Notbremse bringe nichts, sondern hole jeden ein, sagte Söder am Dienstag in München. Er sei sich nicht sicher, ob jeder wirklich den Ernst der Lage verstanden habe.

Söder mahnte außerdem, es sei jetzt nicht die Zeit für Streit zwischen Bund und Ländern sowie für Eifersüchteleien um Kompetenzen. Es gehe nun allein um den bestmöglichen Schutz der Bevölkerung. Bund und Länder müssten dabei „aus einem Geist heraus handeln“.

Corona in Bayern: Mache mir größte Sorgen um die Schulen“: Söder warnt nach Impf-Gipfel

Priorität haben für den Ministerpräsidenten weiterhin die Schulen. „Ich mache mir größte Sorgen um die Schulen“, sagte er bei der Pressekonferenz nach dem Impf-Gipfel. Dabei sei auch die spürbare Zurückhaltung der Eltern bei der Einwilligung für die Tests problematisch, sagte er.

Schulen sollen „absolutes Top-Thema sein.“ Schule sei die größte Herausforderung, so Söder. Er wolle sich heute noch nicht festlegen, der oberste Maßstab sei aber Schutz.

Nach Corona-Impfgipfel: Bittere Nachricht für München

Zu den Modellstädten äußerte sich neben Söder auch Gesundheitsminister Klaus Holetschek. Es gebe bestimmte Parameter, unter anderem sollen lediglich Städte mit weniger als 100.000 Einwohnern infrage kommen - das Aus für die Landeshauptstadt München. Noch im Rennen sind laut Holetschek 46 Städte.

Schutz- und Hygienekonzept seien für eine Teilnahme entscheidend. Gleichwohl müsse man die weitere Inzidenzentwicklung im Freistaat im Blick behalten, hieß es. „Fast ganz Bayern“ habe sich für das Projekt beworben, erklärte Ministerpräsident Markus Söder außerdem. Eine Entscheidung über die Teilnehmer soll Anfang April erfolgen.

Söder-Pressekonferenz nach Impf-Gipfel: Der Ticker zum Nachlesen

12.24 Uhr: Klaus Holetschek spricht, er fordert einen „pragmatischen Umgang“ beim Thema Impfen. Es müsse schnell vorwärts gehen. Man sollte sich nicht zu sehr von Bürokratie einhängen lassen. Bürokratie und Pandemie passen nicht gut zusammen. Bei Astrazeneca erwartet Bayerns Gesundheitsminister auch in Zukunft Schwierigkeiten bei der Akzeptanz.

Zu Modellstädten sagt er: Man habe sich festgelegt auf große Kreisstädte und kreisfreie Städte bis zu 100.000 Einwohnern. 46 kommen damit in Frage. Schutz- und Hygienekonzept seien absolut wichtig und notwendig. Alle müssten sich engagieren, auch eine ausreichende Impf-Quote sei elementar.

Inzidenz über 100: Testpflicht an Schulen - Söder appelliert

12.20 Uhr: Über 100 geb es eine Testplicht - „in der Schule“, so Söder. Er bemängelte eine Zurückhaltung bei den angebotenen Tests und rief dazu auf, die Möglichkeiten zu nutzen.

„Wir denken weiter an Corona, wir passen auf“, versichert Söder. Man sei täglich in der Abstimmung und beobachte die Situation. „Ostern muss genutzt werden“, man müsse den Anstieg bremsen. „Je schneller wir eine Entlastung bekommen, desto langfristiger der Erfolg.“

Kommen weitere Öffnungen? Söder erklärt Vorgehen für Bayern

12.17 Uhr: Wie geht es mit weiteren Öffnungen weiter? Mittwoch nächster Woche gibt es ein Sonder-Kabinett, so Söder. Man werde mit Blick auf die Inzidenz-Lage überlegen, was möglich ist.

Das Gesundheitsministerium hat außerdem eine Matrix für die Modell-Städte aufgestellt. Nötig ist ein digital funktionierendes Kontaktmanagement, so Söder. Auch ausreichend Testkapazitäten müssen möglich sein. Nächste Woche werde man entscheiden: „ob überhaupt, wann und wer dann da dabei ist.“ Nächste Woche sollen auch die Schulen „absolutes Top-Thema sein“, es bereite ihm Sorge. „Schule macht die größte Herausforderung,“ so Söder. Er wolle sich heute noch nicht festlegen, der oberste Maßstab sei aber Schutz.

„Ich hoffe sehr, dass sich diejenigen die fast alles aufhaben nicht am Ende noch darüber ärgern, dass sie das so großzügig gehandhabt haben.“ Er wünsche sich Einheitlichkeit.

Corona-Impfungen in Bayern: Söder stellt Plan vor

12.13 Uhr: Im Laufe des Aprils wachsen die Impf-Dosen an, so Söder. Dann sollen auch die Wirtschaft und Betriebsärzte integriert werden, so die Hoffnung. Im April soll es dazu bis zu zehn Modellprojekte geben, „es ist mobil, es ist vor Ort, es geht sehr schnell.“ Aber auch dafür brauche man die Aufhebung der Priorisierung, stellt er klar. Es gebe auch eine Gruppendynamik, eventuell würden sich auch Leute impfen lassen, die etwas ängstlich sind.

Einige Fragen seien noch zu klären: Wird es mehr Freiheiten für Geimpfte geben? „Leider gibt es immer noch keine Aussage“, so Söder. Es wäre leichter, würde es eine klare verbindliche Aussage vom Bund geben.

Corona in Bayern: Söder erläutert Impfen - Wie und wer?

12.09 Uhr: Bis 2. Mai bekommt Bayern über zwei Millionen Impfdosen dazu. Wie ist das verimpfen und wer verimpft, fragt Söder. Wie: Der Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung wird „maximal vergrößert.“ Die Notreserven werden aufgelöst, „alles wird verimpft“. Denn auch die Erstimpfung gebe schon einen Schutz. Außerdem: „Rund um die Uhr wird geimpft. An Ostern wird weitergeimpft. Es gibt keine Osterruhe fürs Impfen.“

Wer? Die Impf-Zentren „bleiben natürlich dabei.“ Das ist der erste Teil der Impf-Säule. Auch die Hausärzte kommen nun dazu. „Ärzte sind erfahren beim Impfen. Das sind die Impf-Profis im Land, sie impfen schneller“, begründet Söder. Und: „Sie sind auch nachsorgend“, sie kennen ihre Patienten. Was dabei wichtig ist: „Mehr Flexibilität in der Impf-Priorisierung“.

12.05 Uhr: „Sehr sehr konstruktiv“, sei der Impf-Gipfel gewesen, wie Söder erklärt. „Die Frag wann impfen wirkt, hängt ganz entscheidend von der Inzidenz ab.“ Je höher die Inzidenz, desto mehr verwässert sich der Effekt der Impfungen. Bayern hat bislang 2,7 Millionen Impf-Dosen bekommen, knapp über 2,2 Millionen sind verimpft. Jeden Tag werden rund 40.000 Dosen verimpft, die Geschwindigkeit soll sich noch erhöhen.

Das Impf-System in den Hotspots ist viel flexibler, berichtet Söder. Es wird nicht nur nach der Alterskategorie geimpft, sondern flexibel - beispielsweise nach bestimmtem Ausbruchsgeschehen. Wichtig sind zwei Grundziele: Impfen für die Gesundheit und Impfen für mehr Freiheit. Ersteres habe man in Alten- und Pflegeheimen schon gut erreicht, so Söder.

Corona in Bayern - Söder: Bevölkerung befürwortet Kurs „der Vorsicht und Umsicht“

12.02 Uhr: Die Bevölkerung stütze den Kurs „der Vorsicht und Umsicht“, wie aus Umfragen hervorgeht, erklärt Söder. Aber: „Nach den Debatten der letzten Tage: Ich bin mir nicht sicher, ob wirklich jeder den Ernst der Lage verstanden hat“, stellt er klar. Es sei nicht die Zeit für Streitereien. Seiner Einschätzung nach habe die Bundeskanzlerin Recht mit ihrer Einschätzung und Warnung. Ab 100 muss die Notbremse gelten, sie sei „notwendig“, so Söder. Wo der Wert über 100 liege, müsse einheitlich eine Ausgangsbeschränkung gelten.

„Ich glaube Bund und Länder müssen aus einem Geist heraus handeln. Wir brauchen einen Pandemie-Plan für Deutschland und nicht 16 verschiedene“, sagt Söder. Föderalismus sei eine wunderbare Sache, es sei jedoch nicht gut wenn Bund und Länder streiten. Es wäre auch nicht gut, wenn der CDU-Vorsitzende mit der Kanzlerin ein halbes Jahr vor der Wahl streite, so der Seitenhieb.

12 Uhr: Die Pressekonferenz beginnt pünktlich. „Die Corona-Lage wird leider düsterer in Deutschland“, sagt Markus Söder. Auch in anderen Ländern Europa sehe es nicht besser aus, als Beispiel nennt er Österreich und Frankreich. Der R-Wert im Freistaat liege bei 1,32, es werde also weiter hochgehen, so der CSU-Chef.

Update vom 30. März, 11.40 Uhr: In 20 Minuten soll es losgehen mit der Pressekonferenz nach dem Impf-Gipfel. Markus Söder und Klaus Holetschek informieren über die Ergebnisse. Sie können die Pk hier im Live-Stream und -Ticker verfolgen.

Update vom 30. März, 11.24 Uhr: Deutschland verlängert die stationären Grenzkontrollen zu Tschechien um weitere 14 Tage. Die Kontrollen zum österreichischen Bundesland Tirol werden beendet, wie Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) am Dienstag in Berlin mitteilte.

Update vom 30. März, 11.04 Uhr: Zum Start der Corona-Impfungen in den Praxen hat der bayerische Hausärzteverband die Patienten darum gebeten, sich bis zu einer Aufforderung seitens der Mediziner zu gedulden. „Warten Sie bitte, bis sich Ihre Hausärztin oder Ihr Hausarzt bei Ihnen meldet!“, teilte der Verband am Dienstag in München mit. Am Anfang stünde nur wenig Impfstoff zur Verfügung, deshalb würden zunächst nur Patienten aus den Risikogruppen ein Impf-Angebot erhalten. „Aber jeder, der sich impfen lassen will, wird diesen Schutz bekommen - nur nicht alle in den ersten Tagen.“

Mit Vertretern von Landkreistag, Städtetag, der Vereinigung bayerischer Wirtschaft und Hausärzten berät Ministerpräsident Söder seit zehn Uhr in einer Videoschalte (siehe Erstmeldung). Nach dem Impf-Gipfel wird es um 12 Uhr eine Pressekonferenz geben. Diese können Sie hier im Live-Stream und -Ticker verfolgen.

Bayerns Impf-Gipfel: Söder-Pressekonferenz heute live - Kreis München überschreitet entscheidenden Grenzwert

Update vom 30. März, 9.02 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz* in Bayern ist auf 140,5 gestiegen. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI*) von Dienstagmorgen hervor. Bundesweit lag sie bei 135,2. Einzig die Stadt Ansbach liegt bayernweit noch unter der Marke 50 mit 47,8 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Den höchsten Wert meldete das RKI für den Landkreis Cham mit einer Inzidenz von 332. Am Sonntag hatte die bayernweite Inzidenz noch bei 135,8 gelegen.

Inzwischen liegen 72 bayerische Kreise und Städte über der Marke von 100, nur noch 24 befinden sich darunter. Für die Landeshauptstadt München gab das RKI einen Wert von 97,4 an, der Landkreis München liegt mittlerweile bei 103. Bei einer Inzidenz über 100 greift die Notbremse mit strengen Corona-Regeln in den betroffenen Landkreisen. Alle Maßnahmen finden Sie hier in einer Zusammenfassung.*

Corona in Bayern: Impfungen bei Hausärzten flächendekend wohl erst nach Ostern

Update vom 30. März, 7.38 Uhr: Hausärzte in Bayern werden erst nach Ostern flächendeckend gegen Corona impfen können. Ab dem 7. April würden rund 8500 Haus- und Fachärzte mit dem Impfen beginnen, kündigte ein Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) vor dem Impfgipfel am Dienstag in München an. Die Staatsregierung will mit Vertretern von Landkreistag, Städtetag, der Vereinigung bayerischer Wirtschaft und Hausärzten beraten, wie die Impfungen noch schneller möglich werden können (siehe Erstmeldung).

Die ersten Impfungen sollen schon am 31. März verabreicht werden, betonte ein Sprecher des Bayerischen Gesundheitsministeriums auf Nachfrage. Nach Informationen der KVB soll der Impfstart in rund 1700 Praxen anlaufen. Den Ärzten stünden dafür 33.600 Impfdosen des Herstellers Astrazeneca zur Verfügung. Nach den ersten Impfungen am 31. März und 1. April werde es über die Ostertage keine Impftermine in den Praxen geben.

Ab diesem Dienstag können aber auch alle anderen Praxen Impfstoff bestellen, erklärte der KVB-Sprecher. Über ihre Apotheken sollen sie dann Mitte kommender Woche Impfstoff des Herstellers Biontech/Pfizer erhalten. „In den ersten Wochen wird nur eine sehr begrenzte Menge an Impfstoff verfügbar sein, den die Praxen angelehnt an die Prioritätsvorgaben des Bundes verimpfen werden.“ Die Ärztinnen und Ärzte werden ihre Patienten kontaktieren, um einen Termin für die Erst- und Zweitimpfung zu vereinbaren.

Bayerischer Impf-Gipfel: Schnellere Impfungen gegen Corona? Söder-Pressekonferenz heute live

Erstmeldung vom 30. März, 6.27 Uhr: München - Wie können Impfungen* gegen Corona schneller möglich werden? Darüber will die bayerische Staatsregierung um Ministerpräsident Markus Söder am Dienstag (10 Uhr) mit Vertretern von Landkreistag, Städtetag, der Vereinigung bayerischer Wirtschaft und Hausärzten in einer Videoschalte beraten. Um 12 Uhr gibt es eine Pressekonferenz, bei der Söder und Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek über die Ergebnisse der Schalte informieren. Den Impf-Gipfel hatte der CSU*-Chef vergangene Woche angekündigt.

Corona in Bayern: Impf-Gipfel mit Söder und Holetschek - Impf-Start in Hausarztpraxen

Politik und Experten wollen ein klares Impfmanagement* für die nächsten Monate entwickeln. Dabei soll auch das Zusammenspiel der Impfzentren und der rund 8000 Hausarztpraxen in Bayern definiert werden. Die ersten Hausärzte sollen ab 31. März gegen Corona* impfen.

Söder hatte letzte Woche angedeutet, dass es auch zu Änderungen der Impfreihenfolge kommen könnte, etwa bei der Impfung durch Betriebsärzte in Unternehmen. In Ostbayern werde dies bereits in Hotspots entlang der Grenze zum besonders betroffenen Tschechien praktiziert. „Das möchten wir Stück für Stück ausweiten“, hatte Söder angekündigt.

Umfrage: Bürger in Bayern wollen schnellere Corona-Impfung beim Hausarzt

Die Bürger im Freistaat wünschen sich derweil eine „schnellere und stärkere Einbindung der Hausärzte in die Impfkampagne*“. Das ergab eine repräsentative Umfrage des GMS-Instituts für den TV-Sender Sat.1-Bayern. 93 Prozent der Befragten sagten, das würde etwas oder viel bringen. Für 85 Prozent der Befragten würde ein Ausbau der Impfstoffproduktion in Deutschland helfen, für 63 Prozent ein „Abbau bzw. Verzicht auf starre bürokratische Regelungen für die Impfung“.

Beim Blick auf die gesamte Corona-Politik bleiben die Befragten kritisch. Auf die Frage „Werden Bund, Länder und Gemeinden die Lage im Lauf des Jahres wieder einigermaßen in den Griff bekommen?“ äußerten sich 56 Prozent pessimistisch, nur 34 Prozent zuversichtlich.

Bei einer Inzidenz über 100 greift die Notbremse mit strengen Corona-Regeln in den betroffenen Landkreisen. Alle Maßnahmen finden Sie hier in einer Zusammenfassung.*

Umfrage zur Corona-Politik: 70 Prozent sehen Söder als „guten Ministerpräsidenten“

Mit der Corona-Politik der Staatsregierung zeigten sich 65 Prozent einverstanden, gegenüber 72 Prozent im November, als die Frage zuletzt gestellt wurde. Markus Söder sehen trotz Imfdebakel und CSU-Maskenaffäre* 70 Prozent als „guten Ministerpräsidenten“, nach 75 Prozent im Februar. Auf die Frage, wer ihnen bei der Bundestagswahl als Kandidat der Union „persönlich lieber wäre, Laschet oder Söder“, sagten 53 Prozent Söder, 20 Prozent votierten für den CDU-Vorsitzenden Armin Laschet. Damit hat sich Söder seit der Februar-Umfrage (49:31) weiter verbessert.

Die repräsentative Telefonbefragung in Bayern mit 1005 Befragten im Zeitraum vom 24. bis 29. März 2021 wurde vom Hamburger Umfrage-Institut GMS im Auftrag von „17:30 SAT.1 Bayern“ durchgeführt. (kam/dpa) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Deutschland wird von verschiedenen Varianten des Coronavirus heimgesucht. Besonders die Grenzregionen haben sich als Hotspots entpuppt. Das Gesundheitsministerium reagiert.*

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/dpa

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