Neue Pisten am Riedberger Horn

Söder stellt Entscheidung über umstrittene Skischaukel in Aussicht

München - Die Ausweitung der Skilifte am Riedberger Horn im Allgäu hat bereits für viel Kritik gesorgt. Markus Söder gibt nun bekannt, dass bald mit einer Entscheidung zu rechnen sei. 

Die Entscheidung über hoch umstrittene neue Liftanlagen und Skipisten am Riedberger Horn im Allgäu soll nach den Worten von Finanz- und Heimatminister Markus Söder (CSU) in Kürze fallen. Es werde nicht mehr lange dauern, sagte Söder am Mittwoch am Rande einer CSU-Fraktionssitzung im Landtag - betonte aber, es werde inhaltlich und rechtlich eine „knifflige Entscheidung“. „Es gibt sehr, sehr wichtige Argumente, was die ökologische Seite betrifft“, erklärte er. Andererseits stehe für die Region, in der es auch Entwicklungsperspektiven geben müsse, viel auf dem Spiel. Diese Argumente müsse man am Ende gewichten und dann entscheiden.

Um für Urlaubsgäste attraktiv zu bleiben und im Wettbewerb mit den benachbarten Skiregionen in Österreich bestehen zu können, wollen die betroffenen Gemeinden die Skigebiete Balderschwang und Grasgehren zusammenschließen und modernisieren. Teile des Projekts liegen allerdings laut Alpenplan in der strengsten Schutzzone C. Weil dort neue Erschließungen unzulässig sind, streben die Gemeinden eine Ausnahmegenehmigung an. Vor einem Jahr stellten sie einen Antrag auf ein sogenanntes Zielabweichungsverfahren, über den nun entschieden werden muss. Umweltschützer kritisieren das Projekt aufs Schärfste.

Die Landtags-SPD bezeichnete das Projekt am Mittwoch als rechtswidrig. „Die Pläne verstoßen gegen die Alpenkonvention und damit gegen verbindliches Umwelt-Völkerrecht. Das Kabinett muss das Genehmigungsverfahren sofort stoppen und endgültig beerdigen“, verlangte der Umweltexperte der Fraktion, Florian von Brunn. Diese Forderung wies CSU-Fraktionschef Thomas Kreuzer entschieden zurück.

Der Ausbau des Skigebiets am Riedberger Horn ruft viele Gegner auf den Plan. Sowohl Naturschützer als auch Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf sprachen sich dagegen aus. In München fand im Oktober letzten Jahres eine Prostestaktion statt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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