Wieder Probleme bei Stammstrecke Richtung Osten: Züge fallen aus

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Söder verbietet das Rauchen auf staatlichen Dampfern

München - Nach den Gaststätten werden nun auch die 34 Ausflugsdampfer des Freistaats rauchfrei. Das kündigte Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) im Gespräch mit dem Münchner Merkur an.

Er habe sich sofort ans Ministerium gewandt, sagt Stürzl. „Aber meine Gegenargumente sind nicht gehört worden.“ Schlecht fürs Geschäft könnte das werden, mutmaßt er: „Ein Raucher denkt sich doch, er muss dreieinhalb Stunden Rundfahrt machen und kann nicht aussteigen. Ich mach’ eine Schiffsfahrt doch zum Vergnügen.“

Internationale Vorbilder für Rauchverbot

Immerhin hat Bayerns erstes Außen-Rauchverbot internationale Vorbilder: In New York sind öffentliche Plätze rauchfrei, in Florida alle Strände. Neuseeland und Island denken gar darüber nach, den Glimmstängel grundsätzlich als apothekenpflichtige Droge einzustufen. Für Nichtraucherschützer Sebastian Frankenberger (ÖDP) sind diese Szenarien zu schön, um wahr zu sein. „Der Söder macht das gut“, sagt er am Telefon. Man müsse die Leute eben ein bisschen erziehen. Und überhaupt: Wenn die ein wenig mehr Rücksicht zeigten, „bräuchten wir diese ganzen Regeln nicht“.

Worte eines Weltverbesserers, würde Franz Bergmüller, Vorsitzender des Vereins zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur, wohl sagen. Der Söder, der sei jedenfalls so einer. „Hat er wieder rumgesödert? Der soll sich gefälligst um das kümmern, was wichtig ist.“ Auf Raucherzonen ließe sich Bergmüller ja noch ein, zum Schutz der Kinder. Aber mehr nicht. „Heuchelei“ seien diese „Pseudo-Gesundheits-Vorschriften“ und „Absurditäten“. Den Zigaretten-Konsum hätten sie bisher jedenfalls nicht beschnitten – nur die Rechte der Raucher.

Noch ist unklar, wie das umgesetzt werden soll

Absurde Regelwut oder konsequentes Durchgreifen? „Ich hab die Entscheidung jedenfalls zu akzeptieren“, sagt Stürzl, der von Söders Vorstoß überrascht wurde. Wie sie umzusetzen ist, weiß er nicht. Seine Leute müssten wohl ab April „Raucherpolizei“ spielen, sagt er. Sein einziges Sanktionsmittel sei sein Hausrecht auf den Schiffen. Er werde die Passagiere dann wohl vom Dampfer werfen müssen. Keine guten Aussichten fürs Geschäft.

Einziger Lichtblick: Die Regelung gilt ausdrücklich für Linienfahrten, lässt also private Gesellschaften außen vor. Auch am Steg wird man wohl noch qualmen dürfen. Noch ist nicht aller Rauchertage Abend.

Von Marcus Mäckler

Rubriklistenbild: © dpa

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