Sohn erschlägt Eltern mit Axt: Anklage erhoben

Augsburg/Penzing - Wegen Mordes an seinen Eltern muss sich demnächst ein Landwirt aus dem oberbayerischen Penzing (Landkreis Landsberg a. Lech) vor Gericht verantworten.

Wie die Staatsanwaltschaft Augsburg am Freitag mitteilte, hat sie gegen den 35-Jährigen Anklage wegen zweifachen Mordes erhoben. Er soll im Januar seine Eltern auf ihrem Anwesen heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen getötet haben. Das Verbrechen soll er seit längerem geplant haben. Der ledige Sohn lebte gemeinsam mit seinen Eltern und bewirtschaftete den Bauernhof. Die Eltern waren in der Güllegrube des Anwesens tot aufgefunden worden.

Laut Anklage hat der Sohn zunächst seine Mutter auf dem Weg vom Stall zum Wohnhaus mit einer Axt von hinten niedergeschlagen und anschließend in die Güllegrube geworfen. Als die 53-Jährige dort wieder zu sich gekommen war und geschrien hatte, soll der Beschuldigte so lange mit der Axt auf ihren Kopf eingeschlagen haben, bis sie tot war. Danach soll er seinen Vater unter dem Vorwand, dass die Mutter gestürzt sei und Hilfe benötige, aus dem Wohnhaus gelockt haben.

Auf dem Hof hat der Beschuldigte nach Auffassung der Staatsanwaltschaft den 70-Jährigen dann mit der Axt von hinten mit zwei Schlägen bewusstlos geschlagen und in die Güllegrube geworfen. Dort erstickte der Vater kurz darauf an eingeatmeten Kuhmist. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hat der Angeklagte die Tat gestanden. Er sitzt seit Januar in Untersuchungshaft. Einen Termin für den Prozess gibt es noch nicht.

dpa

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