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Sohn erstickt Vater: Prozess

Nürnberg - Im Prozess um den gewaltsamen Tod eines 84 Jahre alten Rentners hat sich der angeklagte Sohn zum Verfahrensauftakt am Dienstag zunächst in Schweigen gehüllt.

Der 57-Jährige lehnte vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth jede Stellungnahme zu den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft ab. Bei vorangegangenen Polizeiverhören hatte der Frührentner die Tat noch gestanden.

Die Staatsanwaltschaft wertet die Bluttat als heimtückischen Mord. Der Anklage zufolge hatte sich der 57-Jährige in den frühen Morgenstunden des 27. Dezember 2008 in das Zimmer seines Vaters geschlichen und dem schlafenden 84 Jahre alten Mann ein Handtuch und ein Federkopfkissen solange ins Gesicht gedrückt, bis sich dieser nicht mehr rührte. Der Rentner habe keine Gegenwehr leisten können.

Anschließend schaffte er den leblosen Körper nach Erkenntnissen der Ermittler in das Badezimmer der gemeinsamen Wohnung; dort hob er ihn bäuchlings und mit dem Kopf unter Wasser in die zuvor gefüllte Badewanne, umso einen Selbstmord vorzutäuschen.

Als Motiv hatte der 57-Jährige bei der Kripovernehmung Hassgefühle gegen seinen Vater genannt. Der 84-Jährige habe die Familie seit vielen Jahren tyrannisiert. Der 57-Jährige, der nie von zu Hause ausgezogen war und von Gelegenheitsjobs gelebt hatte, habe diese Situation nicht mehr länger ertragen. Für den Prozess, der am 12. Oktober fortgesetzt werden soll, sind zunächst drei Verhandlungstage vorgesehen.

dpa

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