News-Ticker: Vierter Verdächtiger von der Polizei festgenommen

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Ex-Soldat (20) wegen tödlicher Schlägerei vor Gericht

Passau - Passau (dpa/lby) - Nach einer tödlichen Schlägerei auf dem Parkplatz einer niederbayerischen Diskothek hat der mutmaßliche Täter am Donnerstag vor Gericht eine tätliche Auseinandersetzung mit dem Opfer eingeräumt.

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Der 20 Jahre alte Hauptbeschuldigte sagte in dem Verfahren vor der Jugendkammer des Landgerichtes Passau aus, dass er sich an den Streit allerdings nicht mehr genau erinnern könne. Der Mann gab seine starke Trunkenheit zum Tatzeitpunkt als Grund für Erinnerungslücken an.

Der 20-Jährige hatte damals seine Wehrpflicht bei der Bundeswehr abgeleistet und war mit vier anderen Soldaten unterwegs. Er soll einen 27 Jahre alten Besucher der Diskothek in Aicha vorm Wald (Landkreis Passau) durch einen Faustschlag in die Augenhöhle umgebracht haben. Das Opfer starb an einer Hirnblutung. Der 20-Jährige ist wegen Körperverletzung mit Todesfolge angeklagt, seine vier Freunde wegen Beteiligung an der Schlägerei. Für den Tod des Opfers werden die mutmaßlichen Komplizen allerdings nicht verantwortlich gemacht. Da alle fünf Angeklagten zum Tatzeitpunkt Heranwachsende im Alter von 19 und 20 Jahren waren, wird der Fall vor der Jugendkammer verhandelt.

Die Gruppe war im vergangenen Februar nachts auf dem Parkplatz der Diskothek mit dem 27-Jährigen und dessen Cousin zusammengeraten. Nach einer Schubserei habe er einmal irgendwie zugeschlagen, räumte der 20-Jährige ein. Weitere detaillierte Ausführungen zu dem tödlichen Hieb machte er nicht. Nach Zeugenangaben soll der 20-Jährige hingegen mehrfach zugeschlagen haben.

Der Beschuldigte sagte aus, dass er sich in der Diskothek mit billigem Wodka betrunken habe. Nachdem er vorher bereits Bier getrunken hatte, soll er in dem Lokal etwa zehn Schnäpse bestellt haben. Rund sechs Stunden nach der Tat wurden bei dem Angeklagten noch 1,2 Promille festgestellt. Auch das Opfer war ähnlich stark alkoholisiert. Das Gericht hat drei Verhandlungstage für den Prozess eingeplant, das Urteil wird Mitte Oktober erwartet. 

dpa

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