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Vorbei ist’s mit der Ruhe: An diesem Bauernhof im bislang idyllischen Isental führt künftig eine 285 Meter lange Autobahnbrücke vorbei, die Lappachtalbrücke.

„Ehrgeiziges Ziel“

A94 soll September 2019 fertig sein

München - Die Autobahndirektion hat für die A 94 einen Termin zur Fertigstellung genannt: In fünf Jahren soll die Autobahn durchgängig bis ins niederbayerische Simbach am Inn befahrbar sein.

Die Bagger rollen schon: 285 Meter lang soll die Brücke werden, die das Isental an einer seiner schönsten Stellen überspannt. Neben der Lappachtalbrücke entstehen derzeit schon sieben weitere Bauwerke für die A94, die irgendwann einmal von München bis nach Pocking (kurz vor Passau) führen soll.

Größte klaffende Lücke ist bislang der 33 Kilometer lange Abschnitt Pastetten-Dorfen-Heldenstein durchs Isental. Der Abschnitt soll als sogenanntes Projekt in Öffentlich Privater Partnerschaft (ÖPP) gebaut werden. Das heißt: Ein Baukonsortium erstellt die Autobahnstrecke, dafür gibt es vom Staat eine Anschubfinanzierung und 30 Jahre lang ein Verfügbarkeitsentgelt. Bei anderen ÖPP-Projekten floss die Lkw-Maut, hier aber nicht, betont der Sprecher der Autobahndirektion Südbayern, Josef Seebacher. Begründung: „Das ist für die Firmen zu schwierig zu kalkulieren.“

Die ÖPP-Strecke umfasst neben der Trasse durchs Isental auch bereits fertiggestellte Abschnitte westlich und östlich davon – insgesamt 77 Kilometer von Forstinning bis Marktl. Auch die bereits erstellten Bauwerke werden dem Konsortium übertragen. Die Suche nach dem Konsortium läuft – vier Bieter gibt es, allesamt Zusammenschlüsse von Baukonzernen und Ingenieurbüros. Ihren wurden jetzt detaillierte Bauunterlagen zugeschickt – über 3000 Einzeldokumente. Im Herbst 2015 solle der Zuschlag erteilt werden, Beginn der Hauptbauarbeiten wäre dann Anfang 2016. „Der Bau ist bis spätestens Ende September 2019 fertig zu stellen“, sagt Seebacher. Das sei ein „relativ ehrgeiziges Ziel“. Noch hat die Baubehörde nicht alle Grundstücke beisammen – bei Heldenstein (Kreis Mühldorf) laufen noch Grundstücksverhandlungen.

Der Hintergrund: Manche Landwirte wollen statt Geld lieber Ersatzgrundstücke – die aber sind schwer zu bekommen.  

dw

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