Sommer beschert Berg- und Wasserwachten zahlreiche Einsätze

Berchtesgadener Land - Der Sommer ist endgültig im Berchtesgadener Land angekommen, was auch die Bergwachten und die Wasserwacht mit zahlreichen Einsätzen zu spüren bekommen.

Von vergangenen Dienstag bis Montagabend waren die Einsatzkräfte der Berg- und Wasserwacht bei insgesamt 13 Einsätzen gefordert, meldet das Bayerische Rote Kreuz. Vor allem die hochsommerlichen Temperaturen hatten den Bergsteigern bei ihren Unternehmungen zu schaffen gemacht.

Hier die Einsätze im Detail: 

Am Dienstag musste die Bergwacht Marktschellenberg kurz nach 17.30 Uhr auf den Weg zwischen Mesnerwirt und Almbachklamm ausrücken, wo sich eine 50-jährige Frau aus Hessen am Fuß verletzt hatte. Die Bergwacht versorgte die Frau notärztlich und brachte sie nach Vorderettenberg, wo sie vom Landrettungsdienst des Roten Kreuzes übernommen und dann in die Kreisklinik Bad Reichenhall eingeliefert wurde.

Am Mittwoch gegen 9.20 Uhr ging ein Notruf vom Watzmannhaus ein, wo sich eine 24-Jährige aus Niedersachsen an den Fingern verletzt hatte. Die Bergwacht Ramsau versorgte die junge Frau und brachte sie zur Wimbachbrücke. Von dort aus ging es per Rettungswagen weiter zur Kreisklinik Berchtesgaden.

Am Donnerstag gegen 16 Uhr hatte ein 43-jähriger Mann am Grünsteinhaus Atembeschwerden. Die Bergwacht Berchtesgaden versorgte ihn und brachte ihn direkt ins Krankenhaus. 

Am Donnerstag kurz nach 16.20 Uhr musste die BRK-Wasserwacht mit ihrem Rettungsboot und einer Rettungswagen-Besatzung des Roten Kreuzes über den Königssee nach Salet ausrücken, wo eine 56-jährige Frau aus Niedersachsen medizinische Hilfe brauchte. Die Patientin wurde anschließend zur Seelände gefahren und in die Kreisklinik Berchtesgaden eingeliefert.

Bergsteiger wird von Windböe umgestoßen

Am Freitag gegen 12.15 Uhr wurde ein 53-jähriger Bergsteiger am Watzmannhaus von einer Windböe umgestoßen und am Rückgrat verletzt. Die Besatzung des Salzburger Notarzthubschraubers „Christophorus 6“ versorgte ihn und flog ihn dann zum Klinikum Traunstein.

Ebenfalls am Freitag, gegen 21.30 Uhr, musste die Reichenhaller Bergwacht zu einer am Saalachsee-Uferweg gestürzten Radfahrerin ausrücken. Die junge Frau war im Bereich des Angler-Parkplatzes an der Kesselbach-Einmündung alleinbeteiligt gestürzt und hatte sich unter anderem an der Schulter verletzt. Da nicht klar war, ob die Einsatzstelle für den Landrettungsdienst erreichbar ist und da der nächste freie Rettungswagen aus Ruhpolding anfuhr, übernahm die Bergwacht die Erstversorgung und lieferte die Frau dann in die Kreisklinik Bad Reichenhall ein.

Und noch ein Einsatz ereignete sich am Freitag. Gegen 22.30 Uhr ging ein Notruf vom Brandkopf am Jenner ein, wo sich eine 25-jährige Berlinerin am Bein verletzt hatte. Die Bergwacht Berchtesgaden und der Berchtesgadener Notarzt versorgten die junge Frau, die dann per Rettungswagen zur Kreisklinik Bad Reichenhall gebracht wurde.

Zahlreiche Einsätze folgten auch am Samstag. Kurz nach 9.30 Uhr musste die Bergwacht Teisendorf-Anger zur Fürmannalm am Teisenberg ausrücken, wo ein 41-jähriger Mann bei Forstarbeiten unter einem Baum eingeklemmt war. Er arbeitete gerade an einem dicken Tannenstamm, als dieser leicht zur Seite rollte und seinen linken Fuß einklemmte. Da er sich nicht selbst befreien konnte, verständigte sein Sohn die Rettungskräfte. Der 41-Jährige wurde mit leichten Schmerzen in die Kreisklinik Bad Reichenhall transportiert. 

Gegen 11.30 Uhr musste die BRK-Wasserwacht bei einer Fließwasser-Übung an der Ache auf Höhe der so genannten Seimei-Beach einen 32-jährigen Badegast erstversorgen, der sich eine größere Schnittverletzung zugezogen hatte. 

Um 15.15 Uhr ging ein Notruf vom Hochkalter ein, wo an der Abzweigung zur Schärtenspitze ein Bergsteiger medizinische Hilfe brauchte. Der Wirt der Blaueishütte, selbst Bergretter bei der Bergwacht Ramsau, leistete Erste Hilfe, bevor der Patient mit dem Rettungshubschrauber „Christoph 14“ zur Kreisklinik Berchtesgaden geflogen wurde.

Und noch ein Einsatz folgte am Samstag gegen 17.50 Uhr. Die Bergwacht Ramsau wurde an die Watzmann-Südspitze gerufen, wo ein völlig erschöpfter 29-jähriger Bergsteiger aus Tschechien nicht mehr weiter absteigen konnte. „Christoph 14“ und die Bergwacht Ramsau flogen ihn ins Tal nach Ramsau; von dort aus wurde er per Rettungswagen in die Kreisklinik Berchtesgaden gebracht. 

Am Sonntag mussten die Einsatzkräfte dann einen Jugendlichen an der Schärtenalm am Hochkalter helfen, der gegen 13.50 Uhr wegen einer Knieverletzung selbst nicht mehr absteigen konnte. Die Bergwacht Ramsau brachte ihn zur Seeklause ins Tal.

Fehlalarm wegen Lichtquellen

Am Montag folgte dann gegen 23.30 Uhr noch ein Fehlalarm. Lichtquellen, die an den Mandlköpfen an der Westwand des Hohen Gölls im Bereich des Eisenkendlsteigs gesichtet worden waren, wurden als alpines Notsignal missgedeutet. Der Einsatzleiter der Bergwacht Berchtesgaden musste die Lage abklären, konnte aber keine Hinweise auf einen Notfall feststellen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Raubmord in Meiling: Jetzt muss die brutale Froschbande büßen
Der brutale Raubmord in Meiling (Landkreis Starnberg) schockierte sogar erfahrene Ermittler. Nach zwei Jahren muss sich die Froschbande nun für ihre schrecklich Tat vor …
Raubmord in Meiling: Jetzt muss die brutale Froschbande büßen
Vorgetäuschter Überfall auf Werttransporter - fünf Täter verurteilt
Fünf der sechs Männer, die einen Raubüberfall auf einen Wertransporter vortäuschten wurden verurteilt. Das Gericht berichtet von dem genauen Ablauf und Hintergrund des …
Vorgetäuschter Überfall auf Werttransporter - fünf Täter verurteilt
Für Kleinkinder sehr gefährlich: Münchner Einzelhändler ruft dieses Produkt zurück
Ein Einzelhänder mit Sitz in München ruft seine schwarzen Augenbohnen zurück. Grund dafür sei das Pestizid Chlorpyrifos, das in hoher Menge in den Lebensmittel gefunden …
Für Kleinkinder sehr gefährlich: Münchner Einzelhändler ruft dieses Produkt zurück
Frachter steckt in Fluss fest - Donau nicht mehr gesperrt
Seit Donnerstagvormittag ist die Donau aufgrund der Havarie eines Schiffes gesperrt. Der Einsatz könnte noch den ganzen Tag dauern.
Frachter steckt in Fluss fest - Donau nicht mehr gesperrt

Kommentare