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Der Lußsee – eine runde Sache: Wer wie dieser Mann einen Sprung in das Gewässer bei München wagt, muss sich nicht vor Keimen sorgen: Das Wasser hat Top-Qualität.

Hochsommer in Oberbayern

Unsere Tipps: So stehen Sie die Hitze durch!

München - Eigentlich ist es ja eine gute Nachricht: Endlich ist es Hochsommer in Bayern. Doch die derzeitige Hitzewelle macht so manchem zu schaffen. Mit ein paar Tricks lässt sich die Hitze jedoch bändigen.

Wenn es draußen so heiß ist wie derzeit, sollte man es mit der körperlichen Anstrengung nicht übertreiben – das kann schlimme Folgen haben, selbst wenn man noch jung ist: In Kempten sind gestern mehrere Schüler beim Sport im Freien kollabiert. Die sieben Schüler zwischen 12 und 14 Jahren mussten ärztlich versorgt werden, drei von ihnen kamen sogar in eine Klinik. Vor solchen Zusammenbrüchen kann man sich aber schützen – indem man vorsorgt. Ein paar Hinweise.

Die Fakten: Erst Gewitter, dann Hitze

Deutschland steht vor dem bisher heißesten Wochenende des Sommers. Die Temperaturen können am Samstag im Südwesten der Republik bis auf 37 Grad klettern, sagt Meteorologin Johanna Anger vom Deutschen Wetterdienst. „Dazu kommt Schwüle, das wird ein schweißtreibendes Wochenende.“ Am Sonntag kann man auch in Oberbayern mit Gewittern und Spitzenwerten von 35 bis 36 Grad rechnen.

Schon am heutigen Mittwoch ziehen Gewitter durch den Westen Deutschlands. In Bayern gibt es im Tagesverlauf von Westen her häufiger Gewitter, die lokal unwetterartig sein können. Dabei kann es in kurzer Zeit um 30 Liter pro Quadratmeter regnen, Sturmböen um 85 Stundenkilometer können auftreten und Hagelkörner mit rund drei Zentimetern Durchmesser fallen.

„Es bleibt aber heiß“, sagt Anger. Die Temperaturen steigen verbreitet auf 28 bis 31 Grad, am Freitag sogar auf 29 bis 32 Grad, im Südwesten Deutschlands können sie auch 35 Grad erreichen. Aufgrund der anhaltend trockenen Witterung besteht erhöhte Waldbrandgefahr in vielen Regionen Bayerns (siehe Interview).

An allen Seen kann gebadet werden

Nach dem Hochwasser hat sich die Lage an Bayerns Badeseen entspannt. Dem Landesamt für Gesundheit zufolge ist die Zahl der Keime und Bakterien stark gesunken. In Oberbayern darf überall gebadet werden. Wie es um die Wasser-Qualität an allen 386 EU-Badestellen im Freistaat steht, listet die Behörde im Internet auf (ww.lgl.bayern.de).

Wie wird das Wetter in Ihrer Region? Hier geht's zur Vorhersage!

Als „nicht repräsentativ“ wertete das Amt eine bundesweite ADAC-Studie. Diese hatte bei jedem siebten Test eine bedenkliche Keimkonzentration im ufernahen Flachwasser aufgezeigt. Im Fokus standen 41 kleinere Seen rund um zwölf Großstädte. In und um München wurden sechs Badestellen getestet. Am besten schnitt der Lußsee ab, der am Nordufer Ost und West jeweils mit „sehr gut“ bewertet wurde. Der Feringasee in Unterföhring bekam geteilte Noten: Das Ostufer wurde als „gut“, das Südufer nur als „ausreichend“ bewertet. Diese Bewertung bekam auch der Karlsfelder See: Ostufer „gut“, Westufer „ausreichend“.

Hier finden Sie alles zu den Badeseen in der Region!

Ein paar Tipps: Sehen Badende im knietiefen Wasser die eigenen Füße nicht mehr, sollten sie lieber nicht ins Wasser gehen. Schaum an der Wassergrenze ist ein Anzeichen dafür, dass Eiweiß zersetzt wird. Das heißt aber nicht, dass das Gewässer gefährlich ist. Schlieren auf der Wasseroberfläche stammen ebenfalls nicht zwangsläufig aus einer gefährlichen Quelle: Manchmal sind es nur Reste von Sonnencreme. Wo Rohre, Bäche, Kanäle und Gräben in den See münden, ist das Baden tabu. Denn hier können sich die Schwimmer nicht sicher sein, woher das Wasser stammt. solche Zuflüsse enthalten eine erhöhte Anzahl an Keimen.

Arbeitszeit an die Hitze anpassen

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Die Hitze lässt Arbeitnehmer sowohl drinnen als auch draußen leiden. Steigt die Temperatur in nicht klimatisierten Büroräumen über 26 Grad Celsius, können Arbeitnehmer aber darauf pochen, dass der Arbeitgeber aktiv wird. Diesen Grenzwert sieht die Arbeitsstättenverordnung vor. Einen Anspruch auf klimatisierte Räume oder hitzefrei haben Beschäftigte aber nicht. Hilfreich ist oft, die Arbeitszeit anzupassen: Das kann ein früherer Beginn sein oder der Verzicht auf Überstunden. Auch kurze, zusätzliche Pausen von etwa zehn Minuten tun gut.

Ab 35 Grad sind Räume für körperliche Arbeit ungeeignet. Es können Erschöpfung mit Schwindel, Übelkeit und Fieber bis hin zur Bewusstlosigkeit auftreten. Laufen Klimaanlagen, dürfen sie nicht zu kalt eingestellt sein, sonst können Arbeitnehmer einen Hitzeschock bekommen, wenn sie das Gebäude verlassen. Selbst bei hohen Temperaturen dürfen Büroräume nicht stärker als bis auf 22 oder 21 Grad Celsius heruntergekühlt werden.

Fenster zu, Fernseher aus

Elektrogeräte wie Computer, Fernseher, Spülmaschine und Föhn produzieren Wärme. An warmen Tagen empfiehlt es sich, nur jene Geräte anzumachen, die gebraucht werden. Der Zweit-Fernseher im Schlafzimmer muss nicht laufen. Auch verzichtbar: der Wäschetrockner – Wäsche trocknet bei Sonne auch draußen. Vorsicht: Auch im Stand-by-Betrieb können Geräte Wärme abgeben.

Damit das Haus sich an heißen Tagen erst gar nicht aufwärmt, sollte nur morgens, abends und in der Nacht gelüftet werden. Wer Rollläden und Jalousien am Fenster schließt, kann die Raumtemperatur um bis zu 30 Prozent senken. Außen liegender Sonnenschutz ist am effektivsten: der Sonnenschein wird noch vor Eindringen ins Haus abgehalten. Aber auch innen angebrachte Rollos, Jalousien oder Vorhänge helfen.  

Franziska Bär

(mit Material von dpa)

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