S-Bahn: Technische Störung auf der S7, Verzögerungen auf der Stammstrecke

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Erfrischung am Oberhauser Badesee: Lieselotte Kryschak aus Lenggries und Sonja Beer aus Maxlried (r.) genießen gemeinsam die sommerliche Idylle bei ein paar Schwimmzügen. „Schon gute 19 oder 20 Grad ist der See warm“, schätzt Sonja Beer, nachdem sie aus dem Wasser gestiegen ist.

So wird das Public-Viewing-Wetter

Sommer-Welle am Wochenende

München – Bayern darf sich am Wochenende auf Wetter wie im Hochsommer freuen. Die ersten Seen laden bereits zum Baden ein – beim Public Viewing am Sonntag sollte jedoch der Schirm nicht fehlen.

Eine Liaison erlöst am Wochenende die Bayern von der Schafskälte: Weil sich Tief Gisela und Hoch Stephan begegnen, stellt sich zwischen beiden eine Südwestströmung ein, die schwülwarme Mittelmeerluft in den Freistaat bläst. „In Oberbayern wird es dabei am wärmsten, Samstag und Sonntag erwarten uns hier bis zu 28 Grad Celsius“, prognostiziert Volker Wünsche vom Deutschen Wetterdienst in München. Kommende Woche soll dem Meteorologen zufolge gar die 30-Grad-Marke geknackt werden.

Public Viewing: Hier schaut München das Dänen-Spiel

Passend zu den sonnigen Aussichten werden von den ersten bayerischen Seen badetaugliche Temperaturen gemeldet. Den Top-Wert liefert der Waginger See (Kreis Traunstein): 21 Grad warm ist dort bereits das Wasser. „Passend zu unserem Werbeslogan: Wärmster Badesee Oberbayerns“, sagt Oswald Pehel von der Waginger Touristinfo. „Das spiegelt sich auch in den Besucherzahlen wider, die Campingplätze sind voll.“ Pehel freut der Temperaturumschwung besonders für Sonntag, wenn zum Spiel Deutschland gegen Dänemark Fußballschauen im Strandkurhaus angesagt ist. Erst Planschen, dann Public Viewing.

Bewusst gegen eine Liveübertragung des EM-Spiels hat sich der Betreiber des Kiosks am Steinsee (Kreis Ebersberg) entschieden. Auch dort zeigt das Wasserthermometer angenehme 20 Grad, und die will man in aller Ruhe genießen: „Das ist Natur pur hier, dazu passt kein kollektiver Torjubel“, meint Wirt Klaus Gruber.

Hartgesotteneren Wasserratten empfiehlt sich ein Abstecher zum Spitzingsee im Landkreis Miesbach: Gerade einmal elf Grad zeigt das Quecksilber im größten Hochgebirgssee Bayerns.

Auf Erfrischungen der anderen Art sollten sich all jene einstellen, die sich Samstag und Sonntag nachmittags und abends im Freien aufhalten: „Wir rechnen mit teils heftigen Gewittern, die auch Hagel, Starkregen und Sturmböen beinhalten können“, warnt Wetterexperte Volker Wünsche. „Wahrscheinlich werden wir lokale Unwetterwarnungen aussprechen müssen.“ Zum Wochenwechsel sollen sich die Gewitter in Richtung Alpen verziehen. Den Fußballfans, die am Sonntag ab 20.45 Uhr unter freiem Himmel den nächsten Sieg der DFB-Elf bejubeln wollen, spricht Wünsche eine klare Empfehlung aus: „Beim Public Viewing sollte man auf jeden Fall gegen Regenschauer gewappnet sein.“

Armin Forster

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