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Wintereinbruch mit Ankündigung: Mit Vorsicht sind die Autofahrer am Sonntag auf der schneebeckten Bundesstraße 15 bei Hof in Oberfranken unterwegs.

Sommerreifen und Raserei - viele Unfälle auf glatten Straßen

München/Kempten - Schneebedeckte Fahrbahnen und überfrierende Nässe haben am Wochenende in Bayern zu einer ganzen Reihe von Verkehrsunfällen geführt. Dabei blieb es nach Polizeiangaben meistens bei Blechschäden.

Viele Autofahrer waren noch mit Sommerreifen unterwegs. Unfallursache auch auf den Autobahnen war oftmals Raserei trotz einsetzenden Schneefalls. Im Gegensatz zu anderen deutschen Airports kam es am Münchner Flughafen zu keinen nennenswerten winterbedingten Einschränkungen. Im Großen und Ganzen laufe alles nach Plan, hieß es bei der Verkehrsleitung des Münchner Flughafens.

Wintereinbruch - Fotostrecke

Auf den Autobahnen A9 bei Marktschorgast und auf der A70 bei Wonsees (beides im Landkreis Kulmbach) krachte es am Samstagnachmittag nach Einsetzen von Schneefällen immer wieder - wegen nicht angepasster Geschwindigkeit, wie die Polizeidirektion Bayreuth berichtete. Es kam dort aber auch zu Behinderungen durch liegengebliebene Fahrzeuge mit Sommerreifen. Das Technische Hilfswerk war für Bergungsarbeiten im Dauereinsatz.

Am frühen Samstagmorgen kam es sowohl auf der Autobahn 8 bei Oberelchingen (Landkreis Neu-Ulm) als auch auf der Autobahn 9 bei Lenting (Kreis Eichstätt) zu erheblichen Behinderungen - dort war auf schneeglatten Fahrbahnen jeweils ein Lastwagen umgestürzt. Ein schwerer Unfall mit zwei Schwerverletzten ereignete sich bei Weitnau im Landkreis Oberallgäu - eine 28-Jährige rutschte dort mit ihrem Auto auf die Gegenfahrbahn und prallte frontal gegen einen entgegenkommenden Wagen.

Im Landkreis Coburg blockierte ein liegengebliebener Lastzug am Samstag mehr als vier Stunden die Verbindungsstraße von Drossenhausen nach Moggenbrunn. Der Fahrer hatte mit seinem Gefährt, das nicht mit Winterreifen ausgerüstet war, wenden wollen - dabei rutschte der Anhänger in eine Wiese, das Zugfahrzeug blieb quer auf der Straße stehen. Erst nach mehr als vier Stunden waren die Bergungsarbeiten beendet. Den Fahrer erwarte nun eine Anzeige, hieß es bei der Polizei.

Bereits am Freitagabend waren auf der Autobahn 9 Berlin-Nürnberg bei Münchberg (Landkreis Hof) bei einem Unfall auf schneeglatter Fahrbahn vier Menschen schwer verletzt worden. Nach Polizeiangaben waren zwei Autos in einen querstehenden Lastwagen gerast. Dessen Fahrer hatte offensichtlich wegen überhöhter Geschwindigkeit auf schneeglatter Fahrbahn die Kontrolle über seinen Wagen verloren und war gegen die Mittelleitplanke geprallt.

Der erste Schnee sorgte in weiten Teilen Bayerns aber auch für gute Laune. So freuten sich etwa in Kempten zahlreiche Kinder über die knapp zehn Zentimeter dicke Schneedecke und nutzten jeden Hügel für Schlittenabfahrten. Im Allgäu war am Samstag wie in manchen anderen Regionen aufgrund des befürchteten Schneechaos die Schule ausgefallen. Ursprünglich sollten die Schüler an diesem Tag einen Tag der Herbstferien nachholen.

Auch die ersten Skifahrer hat der Wintereinbruch auf die Pisten gelockt. So wurde an den Grasgehren-Liften bei Balderschwang im Oberallgäu am Samstag die Skisaison eröffnet. In dem rund 1500 Meter hoch gelegenen Gebiet ging ein Schlepplift in Betrieb. “Wir haben knapp 50 Zentimeter besten Pulverschnee“, sagte ein Mitarbeiter an der Liftstation. Auch an der Zugspitze (2962 Meter) stand am Sonntag die offizielle Eröffnung der Skisaison auf dem Programm.

dpa

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