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Mysteriöser Vermisstenfall Sonja Engelbrecht: Dämpfer für die Kripo nach aufwendiger Suchaktion

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Im November suchten Einsatzkräfte den Wald nach Überresten der vermissten Sonja Engelbrecht ab.
Im November suchten Einsatzkräfte den Wald nach Überresten der vermissten Sonja Engelbrecht ab. © Welte

In einem Wald im Altmühltal fand die Polizei nach 26 Jahren Knochen von der vermissten Münchnerin Sonja Engelbrecht. Nun ein gibt es einen Dämpfer.

München - Es hätte eine kriminalhistorische Sen­sation werden können. 26 Jahre nach dem Verschwinden von Sonja Engelbrecht wurde Ende November in einem Waldstück bei Kipfenberg (Kreis Eichstätt) mehrmals nach sterblichen Überresten der 1995 am Münchner Stiglmaierplatz verschollenen 19-Jährigen gesucht. Und nach Spuren, die zur Aufklärung des mysteriösen Falls beitragen könnten. Denn über ein Jahr zuvor hatte hier im Katzental, ein Waldarbeiter einen Oberschenkelknochen entdeckt, der zweifelsfrei der Münchnerin zugeordnet werden konnte.

Vermisstenfall Sonja Engelbrecht - Polizei geht von Gewaltverbrechen aus

Man vermutet, dass Engelbrecht einem Verbrechen zum Opfer gefallen sei. Zudem gibt es eine weitere Theorie. In den 90er-Jahren verschwanden noch zwei weitere Münchnerinnen spurlos. Wurde die damals 19-jährige Opfer eines Serienmörders?

Fall Sonja Engelbrecht: Polizei sucht Waldboden akribisch ab

Nun gibt es ein Zwischenergebnis von der aufwendigen Aktion, bei der bis zu 140 Polizisten sorgfältig den Waldboden absuchten und dabei sogar eine Ein-Euro-Münze entdeckten, wie der Donaukurier berichtete. „Das Geld kann aber nicht tatrelevant sein, weil 1996 noch mit der D-Mark bezahlt worden war“, so Polizeisprecher Werner Kraus zur Zeitung. Dasselbe gelte für mit Euro ausgezeichnete Verpackungen. Der Wald gab weitere bislang verborgene Überbleibsel frei. Knochen von Tieren, auch Hülsen von Patronen, die aber schon im Zweiten Weltkrieg abgefeuert wurden.

Knochen der seit 1995 vermissten Sonja Engelbrecht gefunden
Polizisten und Einsatzfahrzeuge stehen in einem Waldstück. © Friedrich/Vifogra/dpa

Doch weitere, den Todesfall Engelbrecht betreffende Spuren, gab es nicht. Die Suche wurde jetzt eingestellt. „Es gibt noch keine genaue Planung, wann es da draußen weitergeht“, sagte Polizeisprecher Kraus. Vermutlich aber im Frühjahr. Laut Donaukurier versuche die mit dem Fall betraute Münchner Mordkommission in der Zeit auch andere Wege zu finden, um den Hintergründen des Verbrechens, das vor über einem Vierteljahrhundert sich ereignete, näherzukommen. (mc) *Merkur.de und *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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