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Bei traumhaften Wetter haben rund 4500 Gebirgsschützen am Sonntag in Traunstein ihren Patronatstag gefeiert. Ministerpräsident Horst Seehofer kam als Festredner.

Sonne satt: So ein schönes Wochenende!

München - Traumwetter in Bayern. Die Sonne wollte am Wochenende gar nicht mehr aufhören zu scheinen. Die Temperaturen kletterten auf 27 Grad. Regen: Fehlanzeige. Genau das bereitet der Natur jedoch zunehmend Probleme. Aber nicht mehr lange, sagen Meteorologen.

Herrlich. Einfach nur herrlich. Kathrin Götzfried vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in München sucht angestrengt nach Regen auf dem Wetterradar – und findet keinen. Nur Sonne. „Traumwetter“, sagt sie. Ein leichter Ostwind sorgte am Wochenende bei hohen Temperaturen auch noch für Erfrischung, damit es am Ende nicht zu heiß wird. Perfekt.

In Unterfranken kletterte die Temperatur bayernweit am höchsten. 27,4 Grad in Kahl am Main (Kreis Aschaffenburg) sicherten der Gemeinde den Spitzenplatz. In Oberbayern lag Wielenbach (Kreis Weilheim-Schongau) mit 25,1 Grad vorn. München gehörte mit 24,1 Grad ebenfalls zu den sonnigsten Fleckchen. Am kühlsten war es mit 21,7 Grad in Ebersberg, berichtet Götzfried.

Die Sonne lachte aber nicht nur über dem weiß-blauen Himmel. Ganz Europa erlebt eine ungewöhnliche Trockenperiode. Der April 2011 gehörte zu den zehn trockensten April-Monaten seit 1881. Der Abstand, in dem Rekorde verzeichnet werden, wird dabei immer geringer: 2007, 2009, 2010 – und jetzt eben 2011.

Der Mai macht nun genau da weiter, wo der April aufgehört hat. Mit den hohen Temperaturen kämen Flora und Fauna ja noch zurecht. Was fehlt ist Regen. Die Sonne schien im April im Schnitt rund 100 Stunden länger als im langjährigen Mittel. Im Gegenzug fiel kaum ein Tropfen vom Himmel: Rund 70 Liter pro Quadratmeter sind laut DWD im April normal. Heuer waren es gerade mal 23 Liter. Viel zu wenig für die Landwirtschaft.

Die Hopfenbauern machen sich nun Sorgen um die Qualität des Bieres. „Sollte es weiter so trocken bleiben, sind deutlich weniger Inhaltsstoffe in dem Hopfen“, beklagt der Präsident des Verbandes deutscher Hopfenpflanzer, Johann Pichlmaier. Außerdem sei mit einem deutlich geringeren Ertrag zu rechnen, wenn es nicht spätestens im Juni kräftig regnet. Auch bei Raps, Winterweizen und Wintergerste müssen sich die Bauern auf Ausfälle einstellen.

Der DWD macht den Landwirten jetzt Mut: Heute und Morgen soll es zwar noch trocken bleiben, ab Mittwoch oder spätestens Donnerstag nehme die „Gewitterneigung“ jedoch deutlich zu. Die Meteorologen rechnen damit, dass das Wetter gegen Ende der Woche wieder deutlich wechselhafter wird. Die Temperaturen sollen aber bei über 20 Grad bleiben.

Frost vernichtet Kirschen

Die Kirschbauern in Europas größtem geschlossenem Anbaugebiet in Oberfranken fürchten nach dem jüngsten Frosteinbruch um ihre Ernte. „Es wird geschätzt, dass bis zu 80 Prozent der Süßkirschen geschädigt sind“, so Theo Däxl, Experte für Obst- und Gartenbau beim Bayerischen Bauernverband. „Das ist ein gigantischer Verlust für die Bauern.“ Die gute Nachricht: „Spargel ist nicht geschädigt, weil der tief in der Erde ist.“ Bei den Erdbeeren gebe es noch gute Aussichten, dass sich die Pflanzen von dem Rückschlag erholen. Frostnächte seien Anfang Mai zwar nicht ungewöhnlich, in diesem Jahr sei die Vegetation aber weit voraus. Die Trockenheit habe zwar dem Getreide nicht gut getan, aber Gemüse und Salate, die bewässert würden, seien bestens gewachsen.

Von Thomas Schmidt

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