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Bauernpräsident Gerd Sonnleitner

Sonnleitner: „Der Bauern-Streit muss aufhören“

München - Nach der monatelangen Krise um die Milchpreise beklagt die Spitze der Agrarbranche einen Imageschaden für die Bauern.

Bauernpräsident Gerd Sonnleitner erklärte gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“, der Streit unter Milchbauern über den Weg zu höheren Preisen müsse aufhören. Er will seine Kritiker im opponierenden Bundesverband Deutscher Milchviehhalter von der Arbeit des BBV überzeugen. „Ich will, dass wir auf einen Frieden zugehen.“ Er wolle die große Masse der Gutmütigen beim BDM „wieder in unsere Reihen einbinden“.

Sonnleitner kritisierte den BDM und die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (Abl) wegen der von ihnen organisierten Proteste gegen den Bauernverband und ihn selbst. Sie würden eine Kampagne fahren, um ihre Mitglieder bei der Stange zu halten. Dazu bräuchten sie ein Feindbild und redeten ihn, Sonnleitner, schlecht. „Protest ist immer gerechtfertigt, aber nicht so, wie es BDM-Chef Schaber gesagt hat: Wenn es uns Bauern schlecht geht, sind alle Mittel erlaubt, auch extreme. Wo ist die Grenze? Wenn meiner Frau eine Patrone geschickt wird?“ Seine Frau habe inzwischen regelrecht Angst. Gleichzeitig bemängelte Sonnleitner, dass Ministerpräsident Horst Seehofer dem BDM „Flankenschutz“ gegeben habe. Er habe sich nie zu dem Streit auf den Dörfern geäußert.

Bauernpräsident Sonnleitner stellte erneut klar, dass es keine Rückkehr zur Milchquote und Regulierung des Milchmarktes durch die Europäische Union gebe. „Wir haben den Markt, den Wettbewerb und die Agrarpolitik der EU mit Ausgleichszahlungen und anderen Förderinstrumenten“, betonte der Bauernpräsident.

cm

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