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Gerd Sonnleitner, Präsident des Deutschen und Bayerischen Bauernverbandes.

Sonnleitner: Neue  Ausgleichszulage lässt Bauern leer ausgehen

München - Bei der Neugestaltung der Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete könnten viele Bauern in Bayern leer ausgehen. Davor warnt der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Gerd Sonnleitner.

Es bestehe Sorge, dass durch eine neue Abgrenzung der Gebiete zahlreiche Betriebe im Freistaat von dieser Förderung ausgeschlossen würden, sagte Sonnleitner, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Derzeit bekommen mit rund 60 000 Betrieben diese Ausgleichszahlung in Höhe von bis zu mehreren Tausend Euro - das ist rund die Hälfte aller Höfe in Bayern. In ganz Deutschland sind es etwa 38 Prozent. Für diese Betriebe sei die Ausgleichszulage als Existenzbeitrag wichtig.

Die EU will neue Kriterien einführen, um die Gebiete für diese Zulage festzustellen. Bis Ende Januar müssen die EU-Staaten eine Simulation erstellen, wie sich diese neuen Kriterien auf die gebietsmäßige Abgrenzung für die Ausgleichszulage auswirken. Die Bergbauern sind von dieser Neuabgrenzung nicht betroffen.

Gerade die Bauern in den schwer bewirtschaftbaren Gebieten trügen dazu bei, dass das Land weiter flächendeckend bewirtschaftet werde, betonte Sonnleitner. Nur so könne die Kulturlandschaft etwa im Alpenvorland und in Mittelgebirgsregionen wie im fränkischen Jura erhalten bleiben. Der Präsident des Deutschen und Bayerischen Bauernverbandes rief Staatsregierung und Bundesregierung auf, sich für einen Erhalt der Zulage in den bisher geförderten Gebieten einzusetzen.

Sabine Dobel, dpa

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